Magdeburg l Der zuständige Beigeordnete Holger Platz legte jetzt aktuelle Zahlen für Magdeburg vor und nannte die Größe von 770.000 Euro. Das waren allein die Aufwendungen des Magdeburger Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe infolge der Sturmschäden in diesem Jahr.

Nach dem Sturmtief Paul im Juni hatten sich die Schäden schon auf 460.000 Euro summiert. Dann kamen die Herbststürme Xavier und Herwart. 50.000 Euro kosteten allein die Reparaturen an betriebseigenen Gebäuden, so Platz in einer Stellungnahme. Und die Aufräumarbeiten sind – zumindest im Stadtpark und im historischen Herrenkrugpark – noch immer nicht zu Ende. 8700 Arbeitsstunden fielen bislang für die Beseitigung der Sturmschäden an.

Gesunde Bäume entwurzelt

Mindestens 1200 Bäume sind Totalverlust, sagte Simone Andruscheck, Leiterin des Stadtgartenbetriebs, der Volksstimme. Darunter ist alles: Hart- und Weichholz, junge wie alte Bäume. Das Fatale an dem Sturm im Juni war gewesen, dass die Bäume in vollem Laub standen und damit extreme Angriffsfläche und Gewicht hatten. „Paul“ entwurzelte problemlos junge und gesunde Bäume.

Damit hat das Jahr 2017 auch die Magdeburger deutlich gelehrt, wie unberechenbar extreme Wetterereignisse geworden sind. Was die Stadt für die Zukunft unternehme, wollte Linken-Stadtrat Dennis Jannack in diesem Zusammenhang von der Verwaltung wissen. Holger Platz verwies in seiner Antwort darauf, dass die Verwaltung auf Initiative des Stadtrats derzeit an einem „Klimaanpassungskonzept“ einschließlich eines Maßnahmenkatalogs arbeite. Beides soll in Kürze dem Stadtrat vorgelegt werden. Er erinnerte auch daran, dass in diesem Jahr außerdem der „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ erarbeitet worden sei, der Strategien für eine klimaneutrale Stadt enthalte. Auch dieser Plan werde in Kürze vorgelegt. Details nannte Platz noch keine.

Darauf dürften nicht nur die Stadträte mit Spannung warten.