Magdeburg l Der Nandu, der am Sonntag für einiges Aufsehen auf dem Pechauer Deich in Magdeburg gesorgt hatte, konnte eingefangen werden. Nach Angaben von Stadtsprecherin Kerstin Kinszorra hatte sich der Besitzer des Tieres am Dienstagvormittag bei der Magdeburger Feuerwehr gemeldet und um Hilfe beim Einfangen gebeten. Auf dem Weg zum Einsatzort in Pechau habe er dann jedoch mitgeteilt, dass er seinen Laufvogel bereits selbstständig – und wohlbehalten – einfangen konnte.

Seinen Angaben nach sei der Nandu, bei dem es sich um eine Henne handelt, in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag aus „unerklärlichen Gründen“ aus seinem Gehege entkommen, wie Kerstin Kinszorra weiter mitteilt. Nähere Angaben zum Besitzer konnte sie nicht machen.

Es ist bereits das zweite Mal 2020, dass einer der südamerikanischen Laufvögel durch Ostelbien gelaufen ist. Im Juni war Nandu-Dame „Püppi“ ebenfalls ihrem Besitzer – einem anderen als beim aktuellen Fall – weggelaufen. Wochenlang war sie in der Umgebung unterwegs gewesen und wurde immer wieder von Spaziergängern gesichtet. Ihr Ausflug endete jedoch unglücklich: „Püppi“ wurde wohl von einer Regionalbahn angefahren und getötet.

Eine Gefahr geht von den Tieren grundsätzlich nicht aus, weshalb aus Sicht der Stadtverwaltung damals wie heute keine weiteren Maßnahmen notwendig waren. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits seit 20 Jahren eine Population von mehreren Hundert Tieren.