Magdeburg l Bob ist ne ziemlich coole Type. Im Moment hat er vorübergehend in der Angersiedlung im Osten der Stadt sein Zuhause. Ob es draußen nun gerade stürmt oder Schneeregen aus tiefgrauen Wolken fällt, ist ihm egal. Wenn „Mutti“ Ines Dahlke die Leine holt und auch sein Kumpel „Mitschy“ schon aufgeregt scharrt, dann geht es eine Runde um den Block.

Sein „hauseigener“ Wollmantel schützt ihn schon vor Kälte und nassem Wetter-Unbill. Und dass er in Windeln vor die Tür tritt, stört ihn schon gar nicht. Das mag vielleicht daran liegen, dass Bob gerade erst sieben Wochen alt und noch nicht so ganz modebewusst ist – oder auch daran, dass Bob ein Schaf ist.

Mitte Dezember kam er als letztes von drei Lämmchen zur Welt. Da wird im Lockdown schon mal die Milch knapp. Doch Schäfer Andreas Karwath weiß in solchen Fällen natürlich Rat: Flaschenaufzucht statt mütterlichem Milchmangel. Seine Partnerin Ines Dahlke kümmert sich nun liebevoll um Bob, päppelt ihn mit der Pulle auf.

Unterwegs mit Bulldogge "Mitschy"

Dazu gehören natürlich auch Ausflüge: an der einen Leine „Mitschy“, die französische Bulldogge, an der anderen Bob, das Flaschenkind. Selbst zu Ines Dahlkes Arbeitsstelle darf Bob hin und wieder mal mitkommen. In der Senioren-Tagespflege-WG in Nord ist er ein Star. Hier hat er auch seinen total „schafen“ Namen Bob her. „Die Leute aus der WG haben ihn so getauft“, erzählt Ines Dahlke und schmunzelt.

Wenn Bob fit genug ist, muss er sein exklusives Leben allerdings wieder eintauschen und es geht zurück zu seinen Artgenossen. Dann wird Mitschy aber auch seinen Sonderposten als Leithund los. Aber bis dahin ist er der „Schäfer-Hund“, der sagt, wo es langgeht in Määh-gdeburg Ost. Spätestens im Sommer sieht Mitschy seinen Wollkumpel wieder – denn dann steht die Schafherde im Herrenkrugpark und Bob mittendrin. Ohne Windeln, versteht sich.