Magdeburg l Tausende Kunden der Stadtsparkasse Magdeburg sind im Süden von Magdeburg von der Umstrukturierung des Filialnetzes betroffen, die zum Teil bereits umgesetzt wurde. Die Geschäftsstelle Ottersleben (Halberstädter Chaussee) ist zu einem Selbstbedienungsstandort (SB) umgewandelt und deren Personal und Beratungsangebot zum Standort Sudenburg (Halberstädter Straße) gewechselt. Zudem ist vorgesehen, 2019 die Geschäftsstellen Edelweißpassage (Leipziger Straße) und Reform ebenfalls zu SB-Standorte umzubauen.

Parallel wird der SB-Standort Leipziger Straße/ Uniklinik aufgelöst. Eine große Geschäftsstelle im Bereich Leipziger Chaussee/ Salbker Straße/ Arnold-Zweig-Straße soll 2019 als neue Anlaufstelle für die Kunden fungieren. Vertraglich sei dies nun geregelt worden, so Sparkassensprecher Mathias Geraldy gegenüber der Volksstimme. Die Bank richtet sich damit in einem Bereich ein, in dem u. a. zwei Einkaufsmärkte in direkter Nachbarschaft anzutreffen sind.

Magdeburger vermissen Nahversorger

Ein Punkt, den auch Bewohner aus dem Wohngebiet rund um den Hopfenplatz im benachbarten Stadtteil Hopfengarten zu schätzen wussten. Seit dem Auszug eines Discounters im September 2013 wird ein Einkaufsmarkt am früheren Nahversorgungszentrum vermisst.

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Mehr noch: Versuche zur Belebung des Standorts, von dem sich zuvor wegen Umbauplänen ein Restaurant zurückziehen musste, schlugen fehl. Unklar ist die weitere Entwicklung des Hopfenplatzes als SB-Standort der Sparkasse. Ein Verbleib befinde sich weiter in der Prüfung, die bis Mitte 2018 andauert, so Geraldy.

Der Sparkassen-Plan für Magdeburg sieht vor, von den 15 Geschäftsstellen künftig nur noch 10 mit Service- und Beratungspersonal auszustatten. Dies wird mit der langen Niedrigzinsphase, verschärften Vorschriften sowie einem veränderten Kundenverhalten begründet.