Magdeburg l Jetzt ist es amtlich und auch auf der Internetseite des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes nachzulesen: Am 27.  August 2018 erreichte die Elbe am Pegel Strombrücke in Magdeburg den Niedrigwasserstand von 46 Zentimetern.

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde zunächst die Niedrigwasserperiode abgewartet und das gewonnene Datenmaterial noch einmal von Experten ausgewertet, um sicherzustellen, dass der vom Pegel angezeigte Wert auch wirklich stimmte. Auf der Internetseite trägt das Datum ein „+“. Das bedeutet, dass dieser Wasserstand mehr als nur einen Tag da war, berichtet Johannes Kutscher, der beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt als Sachgebietsleiter auch für das Pegelwesen zuständig ist.

Niedrigwasser bleibt im Gedächtnis

Konsequenzen in der Bewirtschaftung der Elbe werde der Betrieb, für den die Unterhaltung und Schiffbarkeit der Elbe im Vordergrund steht, vorerst nicht ziehen. „Im Vergleich zu den vergangenen 20 Jahren sind die niedrigen Wasserstände aus den vergangenen drei Jahren eher eine Momentaufnahme“, sagte Kutscher, so dass sich an der Unterhaltungsstrategie vorerst nichts ändern werde. Dennoch werde das Jahr 2018 dem Sachgebietsleiter und auch vielen seiner Kollegen ebenso wie vielen Magdeburgern wohl noch lange im Sinn bleiben.

Was derweil vorangetrieben werde, sei ein Gesamtkonzept für die Elbe. Allerdings gebe es dazu noch keine konkreten Pläne.

Niedrigster Elbe-Wert seit 1934

2018 hatte die Elbe in Magdeburg den niedrigsten Wert seit dem 22. Juli 1934 erreicht. Damals hatte die Elbe am Pegel Strombrücke einen Stand von 48 Zentimetern. Im Gegensatz zum Höchstwasserstand, bei dem der höchste Scheitel als Wert genügt, muss für Niedrigwasserrekorde der Pegel mindestens an einem Tag überwiegend den niedrigen Wasserstand vorweisen. Der Pegelstand zeigt dabei nicht den tiefsten Punkt der Elbe an.

Da das Flussbett nicht eben ist, kann die Tiefe des Wassers sehr stark schwanken. Aktuell hat die Elbe wieder steigende Wasserstände vorzuweisen. Am 13- Februar 2019 zeigte das Pegelhäuschen an der Strombrücke am Vormittag 2,19  Meter an. Der Wert kletterte bis zum Abend um 18  Uhr auf 2,29  Meter.