Verkehr

Zickzack-Parkverbote bleiben Thema im Osten von Magdeburg

Falschparker vor abgesenkten Bordsteinen sind Anwohnern auf dem Werder und in den ostelbischen Gebieten von Magdeburg ein Dorn im Auge. Dennoch kommen wohl keine neuen Verbotsmarkierungen.

Von Konstantin Kraft
Hier darf nicht geparkt werden. Mit oder ohne Zickzack.
Hier darf nicht geparkt werden. Mit oder ohne Zickzack. Archivfoto: Konstantin Kraft

Magdeburg - Es ist eigentlich ganz einfach: Vor abgesenkten Bordsteinen darf nicht geparkt werden. Wer dies dennoch tut, muss mit einer Abmahnung rechnen. Davon abgesehen stellt ein solcher „Bordsteinsünder“ aber auch ein Hindernis für mobilitätseingeschränkte Personen dar, welche die Absenkungen nutzen, um die Straße zu queren. Steht dort ein Auto – mit Strafzettel oder ohne – ist die Passage versperrt und die Barrierefreiheit eingeschränkt. Um ein solches Falschparken vor kritischen Bordsteinabsenkungen zu verhindern, haben Anwohner aus den Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit (GWA) Werder und Ostelbien längere Listen mit Bordsteinabsenkungen erstellt, in denen zusätzlich eine weiße Zickzack-Linie von der Stadt aufgebracht werden könnte. Die Mittel dafür sollten da sein. Im städtischen Haushalt wird seit 2020 jährlich eine Summe in Höhe von 5000 Euro für das Anbringen solcher Zickzack-Markierungen vorgehalten.

Erneute Anfrage im Stadtrat

Nach Vorlage der Anwohner-Vorschläge für Zickzack-Verbote hat das Tiefbauamt dann tatsächlich erste Markierungen anbringen lassen. So etwa in zwei Bereichen an der Zollstraße auf dem Werder sowie ander Turmschanzenstraße in Brückfeld. Die GWA-Listen sind damit aber noch lange nicht abgearbeitet, zumal auch noch neue Punkte hinzukommen. Ein akuter Handlungsdruck scheint vonseiten der Verwaltung aber nicht zu bestehen: Wie bei den jüngsten Sitzungen der GWAs Werder und Ostelbien kommuniziert wurde, werden alsbald wohl keine neuen Markierungen gesetzt werden.

Harald Berger vom Sprecherrat der GWA Werder berichtete unter Verweis auf eine Information aus der Verwaltung, dass vorerst keine weiteren Markierungen vorgesehen sind, wiewohl noch Einzelprüfungen stattfänden. „Es wird wohl nicht die Kennzeichnung erfolgen, die wir uns gewünscht haben“, konstatiert er. Hintergrund ist wohl, dass es sich bei der Zickzack-Linie um eine Kennzeichnung handelt, die eigentlich gar nicht notwendig ist. Eine rechtliche Grauzone: Das Parkverbot vor den abgesenkten Borden besteht ja ohnehin.

Für den ostelbischen SPD-Stadtrat Karsten Köpp reicht das nicht aus. Er setzt sich schon länger für zusätzliche Parkverbotsmarkierungen mit Zickzack-Linien an abgesenkten Bordsteinen ein. Unlängst hatte er zu diesem Thema erneut eine Anfrage an die Verwaltung gerichtet. Er nennt ein konkretes Beispiel, wo es hakt: Anwohner am Heumarkt müssten sich fast täglich darüber ärgern, dass Fahrzeuge vor den Hauseingängen Bandwirkerstraße 6 und 14 abgesenkte Bordsteine blockieren und das Parkverbot missachten würden. Neben der Anbringung von Zickzack-Linien mahnt Köpp zusätzliche Kontrollen an, um das Parkverbot an den abgesenkten Borden durchzusetzen. Schließlich ist dies ein wichtiger Baustein für die Sicherstellung der Barrierefreiheit.