Magdeburg l Ein wenig verrückt wirken sie schon, die zwei Waffenkiebitze im Zoo Magdeburg. Nicht ihres Aussehens wegen, sondern vielmehr wegen ihrer Art der Bewegung. Immer wieder ducken und strecken sie sich. Ducken, strecken. Ducken, strecken. Dann wieder schauen sie den Besucher von der Seite her an. Und tippeln schnell hinters Gras zu ihrer Wasserstelle. Wachsam bleiben sie dort stehen.

Seit Ende 2017 leben die Waffenkiebitze in der Afrikavoliere im Giraffenhaus. Ihre Mitbewohner sind unter anderem Scharlach- und Blauwangenspinte, Schmetterlingsfinken und Blaunacken-Mausvögel.

Von England nach Magdeburg

Die Waffenkiebitze halten sich – im Gegensatz zu ihren bunten Mitbewohnern – am Boden auf und haben dort das Sagen. Fressfeinde müssen sie dort unten im Zoo Magdeburg nicht fürchten. Die zwei weiblichen Vögel kamen aus dem englischen Exmoor Zoo nach Magdeburg.

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Ihren Namen verdanken sie ihrem fast einen Zentimeter langen Stachel auf dem Flügelbug, der für Zoobesucher meist nicht zu sehen ist. Dieser Stachel kann bei Flügelschlägen bei innerartlichen Kämpfen als Waffe eingesetzt werden. Ein solcher Dorn am Flügelbug ist nur von wenigen anderen Vogelarten bekannt, beispielsweise von der Sporngans, die ebenfalls im Zoo Magdeburg gehalten wird.

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Hoffnung auf Nachwuchs im Zoo Magdeburg

Besonders bei der Aufzucht ihrer Jungen vertrauen die Kiebitze aber eher auf ihre Tarnung als auf den Kampf. Das Nest des Waffenkiebitzes besteht aus einer Mulde im Kies, in der meist vier gesprenkelte Eier abgelegt werden.

In den nächsten Wochen soll ein Männchen im Tausch gegen eine der beiden Schwestern in die Voliere einziehen und so für Nachwuchs sorgen.

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