Magdeburg l Was gibt's denn da zu glotzen?, scheint sich diese Agame zu fragen und dreht sich kurzerhand wieder um. Seit ein paar Wochen ist ein Pärchen des Schwarzen Harduns im Zoo Magdeburg zu Hause. Sein Terrarium steht in der Zoowelle direkt neben dem Glasbau der Tüpfelstreifengrasmäuse. Bei den kleinen Nachbarn geht es aber wesentlich quirliger zu als bei den Schwarzen Hardunen.

Der Hardun ist die einzige natürlicherweise in Europa vorkommende Agame. Sie ist im europäischen und vorderasiatischen Mittelmeerraum beheimatet. Ausgewachsen erreichen Hardune eine Länge bis zu 25 Zentimetern. Farblich wählen sie meist ein bedecktes Kleid: Das Männchen ist oft dunkelgrau bis schwarz, ganz so, wie es der Name verrät. Weibchen bleiben dagegen meist beige bis sandfarben.

Agame wohnt in der Nähe von Menschen

Der Schwarze Hardun bewohnt trockene, felsige Lebensräume und ist auch häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen anzutreffen. Dort hält er sich gerne an sonnenexponierten Hausfassaden oder Mauern auf. Dabei schreckt er nicht vor dem Sonnenbad in der Mittagshitze zurück. Bodentemperaturen von 50 bis 60 Grad Celsius sind für die wärmeliebenden Agamen kein Problem.

Ihre Nahrung besteht sowohl aus Insekten und anderen Wirbellosen als auch aus Pflanzenteilen wie frischen Trieben und Blüten.

Klare Hierarchie regelt Paarungsverhalten

In der Natur finden sie sich oft zu kleinen Gruppen zusammen. Dabei gilt eine klare Hierarchie innerhalb der männlichen Tiere. Das Recht, sich mit den Weibchen im Umkreis zu paaren, bleibt dem ranghöchsten Männchen vorbehalten.

Weitere Infos und Fotos aus dem Zoo Magdeburg gibt es in unserem Dossier.