Magdeburg l Zehn neue Bewohner sind vor wenigen Wochen in die Zoowelle im Zoo Magdeburg eingezogen – die Tüpfelstreifengrasmäuse. Sie leben jetzt in einem Terrarium neben dem Zooshop. Dort fühlen sie sich offensichtlich sehr wohl.

Unter den zehn Mäusen sind bereits fünf Jungtiere. Und es sollen noch mehr werden. „Wir rechnen mit etwa 30 Jungtieren pro Jahr“, erzählt Konstantin Ruske. Er ist Kurator für Tierbestand und Artenschutz im Zoo Magdeburg.

Ernährungsplan für Mäuse

Damit das Ziel erreicht wird, müssen sich die Mäuse an einen strengen Ernährungsplan halten. Denn werden sie zu dick, werden sie träge und der Nachwuchs bleibt aus. Ihre Hauptnahrung besteht deshalb – wie in der Natur – aus Sämereien, Körnern und Gras. Letzteres kommt sogar frisch von der eigenen Wiese. „Das bringt auch neue Gerüche ins Terrarium“, so Ruske. Dazu kommen geringe Mengen Obst und etwa zweimal pro Woche auch Insektenlarven.

Durch ihre Streifenzeichnung sind die Mäuse im hohen Gras gut getarnt. Diese namensgebende Fellzeichnung besitzen die Mäuse bereits, wenn sie noch unbehaart und blind geboren werden. Nach wenigen Tagen öffnen sich die Augen und die kleinen „Frischlinge“ erkunden neugierig ihre Umwelt. Das Fell wird später leicht borstig.

Tagaktive Mäuse im Zoo

Tüpfelstreifengrasmäuse sind ausgesprochen tagaktiv. Auch deshalb hat sich der Zoo Magdeburg entschieden, diese Tiere zu züchten und seinen Besuchern zu zeigen.

Ihr kugelförmiges Nest errichten die Mäuse aus Gräsern und Laub in niedrigen Sträuchern oder Felsspalten. Anders als viele einheimische Mäuse graben sie keine unterirdischen Höhlen. Noch ein Grund, weshalb sich der Zoo für diese Mausart entschieden hat.

Mäuse haben viele Fressfeinde

In ihrem Lebensraum – die Gras- und Busch-savannen in West- und Zentralafrika – haben die Mäuse viele Fressfeinde. So stellen ihnen Kleinkatzen, Schakale, Greifvögel oder Schlangen nach. Beim Versuch zu entwischen, verliert die Grasmaus unter Umständen ihren Schwanz. Dieser kann sehr leicht abreißen und wächst dann nicht mehr nach. Dafür kommt die Maus meist mit ihrem Leben davon.

In den vergangenen Wochen besuchten wir bereits: