Offizielle Alternativen

Strandbäder: Wer das Bad im See bevorzugt, findet neben dem Barleber und dem Neustädter See beispielsweise im Umfeld von Magdeburg mit dem Jersleber See und den Seen um Dannigkow mit dem Plattensee sowie dem Niegripper See als Badestrände ausgewiesene Alternativen.

An Freibädern haben in Magdeburg das Freibad Süd am Kirschweg, das Carl-Miller-Bad in der Carl-Miller-Straße und das Ernst-Radmacher-Bad in der Johannes-Göderitz-Straße 113 geöffnet. Einen Außenbereich hat auch das Nemo in der Herrenkrugstraße 150. Auch im Umland locken eine Reihe von Freibädern. Im Sülzetal befindet sich Freibäder in Langenweddingen Am Prödel 2a sowie das Freibad Altenweddingen An der Plantage. In Wolmirstedt gibt es ein Freibad in der Schwimmbadstraße 2 und in Zielitz das Kalibad Am Schwimmbad 12. (ri)

Magdeburg l Kein Badespaß in Magdeburg Seen: Die beiden städtischen Strandbäder Barleber See und Neustädter sind am 16. Juli 2018 für den Badebetrieb gesperrt. Grund ist der neuerliche deutlich sichtbare Blaualgenbefall. Das Magdeburger Gesundheits- und Veterinäramt wird am 17. Juli 2018 entscheiden, ob das Badeverbot fortgesetzt werden muss oder aufgehoben werden kann.

Bei dem aktuellen Befall handelt es sich um die Blaualge Anabaena flos-aquae. Diese Alge ist dafür bekannt, dass sie Luftstickstoff für die Photosynthese nutzen kann und bei guter Phosphorversorgung und trotz Stickstoffmangel ein Gift produziert.

Dieses Neurotoxin kann bei sehr hohen Konzentrationen der Alge für Badegäste, insbesondere für im Flachwasser spielende Kinder, gefährlich sein. Mögliche Folgen können unter anderem Hautreizungen, allergische Reaktionen, Muskelzittern und Muskelkrämpfe sein.

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ misst mit einer Boje bestimmte Wasserdaten des Barleber Sees. Aus den im Internet veröffentlichten Diagrammen ist abzulesen, wie sich die Messdaten für Lufttemperatur, Wassertemperatur, Chlorophyll, Phycocyanin (Pigment der Photosynthese bei bestimmten Algenarten, v.a. Blaualgen), Sauerstoffsättigung und pH-Wert in den jeweils vergangenen sieben Tagen darstellen. Zu finden sind die Daten im Internet.

Bereits in der vergangenen Woche hatte es am Neustädter See Hinweise für die Badegäste gegeben, was sie aufgrund der vermehrt auftretenden Blaualgen beachten müssen. Und am Barleber See hatte es erst vor wenigen Tagen vom 4. bis 9. Juli ein Badeverbot gegeben. Im Jahr 2017 war zuletzt im August ein Badeverbot verhängt worden.

Ein Grund für die Blaualgenblüte sind die hohen Temperaturen, aber auch der hohe Gehalt an Nährstoffen im Wasser. Gerade im Uferbereich konzentrieren sich die Einzeller, die bei hohem Auftreten Flocken und Teppiche bilden.

Eine zwischenzeitlich erteilte Freigabe fürs kommunale Strandbad Neustädter See währte nur kurz. Nachdem am 19. Juli 2018 das Baden wieder erlaubt wurde, wurde es am 20. Juli wieder verboten. Nicht vom Verbot betroffen ist die Anlage von Cable Island.