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Wald bei Maschenhorst-Etingen in Gefahr 60 Hektar Mischwald im Flechtinger Höhenzug bedroht: Umweltverein kämpft weiter gegen Gesteinsabbau

Ein großer Mischwald steht in der Nähe von Eickendorf auf dem Spiel: Ein geplanter Eingriff könnte die Natur hier für immer verändern. Ein Umweltverein will das verhindern – und ruft Menschen der Region zum Handeln auf.

Von Anett Roisch 27.02.2026, 06:15
„Die Bäume haben traurige Gesichter, denn sie haben Angst, dass sie wegen des Steinbruchs gefällt werden“, erklären Mira und Melina, die mit ihren Eltern Jennifer und Marcel Sprenger Lehm formen, um den Bäumen Gesichter zu geben. Diese Aktion fand im vergangenen Jahr statt.
„Die Bäume haben traurige Gesichter, denn sie haben Angst, dass sie wegen des Steinbruchs gefällt werden“, erklären Mira und Melina, die mit ihren Eltern Jennifer und Marcel Sprenger Lehm formen, um den Bäumen Gesichter zu geben. Diese Aktion fand im vergangenen Jahr statt. Foto: Anett Roisch

Kathendorf/Eickendorf - Im Gebiet Maschenhorst-Etingen im Flechtinger Höhenzug ist ein rund 60 Hektar großer Mischwald durch geplanten Gesteinsabbau bedroht. Unter dem als ökologisch wertvoll geltenden Waldstück lagert hochwertiges Hartgestein – ein wirtschaftlich begehrter Rohstoff. Im Raum steht die Rodung der Fläche.

„Der Umweltverein Flechtinger Höhenzug/Drömling setzt sich nach wie vor für den Erhalt des Waldes ein. Leider ist dieser Wald aufgrund des großen Vorhabens in großer Gefahr“, erklärt die zweite Vorsitzende des Umweltvereins Sabine Wieter. Bereits 2006 wurde das Areal als Vorranggebiet für Natur und Landschaft ausgewiesen. Dennoch gibt es seit 1994 heftigen Widerstand gegen die Abbaupläne.

Lesen Sie auch Protest gegen Gesteinsabbau in Eickendorf: Gefährdeten Bäumen ein Gesicht geben

Umweltverein kämpft für den Erhalt des Waldes

Nach Ansicht des Vereins ist das Vorhaben nicht erforderlich. In der Region gebe es noch zahlreiche Steinbrüche, die bei weitem nicht ausgeschöpft seien, so Wieter. Der Gesteinsabbau in Maschenhorst-Etingen sei daher verzichtbar – der Verlust des Waldes hingegen endgültig.

Sabine Wieter, zweite Vorsitzende des Umweltvereins Flechtinger Höhenzug/Drömling, setzt sich für den Erhalt des Waldes ein.
Sabine Wieter, zweite Vorsitzende des Umweltvereins Flechtinger Höhenzug/Drömling, setzt sich für den Erhalt des Waldes ein.
Foto: Anett Roisch

Aufgeben wollen die Mitglieder nicht. Mit weiteren Aktionen soll der Protest sichtbar bleiben. Geplant sind unter anderem im April ein Ausritt auf Pferden sowie eine Umweltrallye mit Trekker-Corso am 1. Mai 2026. Weitere Unterstützer sind ausdrücklich willkommen.

Aktionen und Mitmachmöglichkeiten für Unterstützer

Zur nächsten Mitgliederversammlung lädt der Verein für Montag, 2. März, um 18 Uhr in das Dorfgemeinschaftshaus Kathendorf ein. „Wer sich mit einbringen möchte, den wertvollen Wald zu erhalten und damit unsere Region attraktiv und lebenswert zu bewahren, ist herzlich willkommen“, betont Sabine Wieter.