Oebisfelde/Bahrdorf l Unverhofft kommt oft, heißt es im Volksmund. Doch bei dieser Überraschung für den Oebisfelder Heimatverein dürfte es sich um einen Einzelfall handeln: Diese Windfege ist nicht nur eine Rarität historisch landwirtschaftlicher Nutzgeräte, darüber hinaus weist der Aufdruck „Göring Oebisfelde“ auf einen Betrieb hin, der noch heute in der Allerstadt ansässig ist. Der Vorstand des Heimatvereins war für diese Spende förmlich aus dem Häuschen vor Freude.

Diese Windfege wurde von einem Braunschweiger Ehepaar gespendet, die in Bahrdorf einen Haushalt auflöste. Nach einer nun notwendigen Aufarbeitung der Windfege wird die dann die Landwirtschaftsausstellung des Burg- und Heimatmuseums bereichern, hieß es vom Vorsitzenden Ulrich Pettke.

Mit einem solchen, zu damaliger Zeit in der Getreideernte nicht wegzudenkenden Gerätschaft präsentierten die Heimatfreunde noch bis 2013 während der Vorführungen anlässlich zum Tag des offenen Denkmals deren Funktionsweise. Dabei wurde nach dem manuellen Dreschen des Getreides mit dem Dreschflegel die herausgeschlagene Körnerflut von der beiliegenden Spreu getrennt, erläutert Pettke. Der noch heute sinnverwandte Spruch „Die Spreu vom Weizen trennen“ stammt aus jener Zeit und bedeutet, das Schlechte oder Unnütze vom Guten zu trennen, so die Aufklärung durch den Vorsitzenden.

Mit Blick auf die Vereinsentwicklung hatte Pettke ebenfalls allen Grund zur Freude. So wurden zu den regulären Öffnungszeiten 2019 insgesamt über 1130 Besucher begrüßt. Davon interessierten sich für die Museumsausstellungen zirka 470 Besucher und die Aussicht vom Burgturm genossen um die 670 Gäste. Nicht mit erfasst wurden dabei die Museumsgäste am Tag des offenen Denkmals, die Pettke um die 50 Personen schätzte. Hinzu kommen noch zirka 1100 Gäste, die bei den Führungen im vergangenen Jahr mit dabei gewesen waren. Pettke betonte, dass diese Erfolgszahlen jedoch nur dank Unterstützung von Helfern aus dem Verein und von befreundeten Vereinen sowie von privater Seite ermöglicht worden war.