Oebisfelde l Die Begeisterung, aber auch der Informationsbedarf bei den Mitgliedern des Ordnungs- und Wirtschaftsausschusses für diese Kooperation war am Dienstag bei der Präsentation im Oebisfelder Rittersaal groß. IMG-Bereichsleiter Marc Pappert präsentierte eine Steilvorlage des Miteinanders, die bei den Ausschussmitgliedern im positivsten Sinne ankam. Er verdeutlichte die Möglichkeiten, die die insgesamt 40 Mitarbeiter von Magdeburg aus – dort ist der IMG-Sitz – haben. Sie könnten insbesondere lokal vor Ort jede Ansiedlung einer Unternehmung, die Erweiterung eines Betriebes oder Implantierung einer wirtschaftlichen wie touristischen Projektidee begleiten und dann mit dem Partner umsetzen.

Die IMG erfüllt ihre Aufgaben hoheitlich und kostenlos, als 100-prozentige Landestochter des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung (siehe Infokasten). Pappert selbst gehört der IMG als Prokurist und Bereichsleiter für den Investorenservice erst seit März diesen Jahres an.

Für die Kooperation mit der Einheitsgemeinde Stadt Oebisfelde-Weferlingen möglicherweise ein glücklicher Umstand, denn Pappert hat seinen beruflichen Blick stets als Partner in eine innovative Zukunft ausgerichtet, wie seinen Erläuterungen zu entnehmen war. Er informierte, dass die IMG sich vom alten Zopf des Branchenmarketing gelöst und nunmehr den wirtschaftlichen Standort und dessen Chancen für zu entwickelndes Potenzial heranzieht. Das bietet beispielsweise die Chance für die Stadt Oebisfelde, sich als zentraler Standort zwischen Magdeburg, Braunschweig und Wolfsburg zum Technologie-Standort für moderne Mobilität und solche Infrastruktur zu entwickeln.

Wichtig bei einer Entwicklung eines Standortes, so Pappert, sind auch branchentypische Ressourcen, damit sogenannte Unternehmen im Bestand an solchen Standortqualifikationen Anteil haben können. Unerlässlich ist und wird auch zukünftig das Engagement des Wirtschaftsförderers vor Ort bleiben, insbesondere was die Entwicklung der Gewerbeflächen und die besagten kurzen Wege zu den Investoren betrifft, die sich ansiedeln möchten, oder den Unternehmen, die expandieren wollen. Ebenso elementar ist die Nähe zu Betrieben, die nach Fachkräften suchen.

Die IMG sieht die Kernkompetenzen im Investitionsservice, beim Standortmarketing und seit kurzer Zeit mit einem landesweiten Alleinstellungsmerkmal im Tourismusmarketing. In der Praxis kann das so aussehen, dass die IMG als Partner für ein Standortmarketing die Kommunikation und Verhandlung mit Behörden oder der Investitionsbank in Absprache mit der Stadt Oebisfelde-Weferlingen führt.

Stadtrat Jörg-Lauenroth Mago (Bündnis 90/Die Grünen) stellte wohl die Kernfrage: „Wieso diese Kooperation erst jetzt angestrebt werden soll und nicht schon vor zehn Jahren?“ Pappert erklärte, dass das mit der Neuausrichtung der IMG zusammenhänge. Die IMG habe das als Servicepartner erkannt.

Der Fachausschuss kam fast komplett zur Ansicht, diese Kooperation dem Stadtrat zur Umsetzung zu empfehlen.