Hadmersleben l Seit 30 Jahren lebt der Kubaner Franzisco Menendez in Deutschland. In zahlreichen Projekten nahm er Kinder verschiedener Altersgruppen mit auf eine Reise in sein Heimatland, zumindest gedanklich. Auch die Jungen und Mädchen der Gruppe „Gestiefelter Kater“ der Kita „Märchenland“ in Hadmersleben konnte er für sein Projekt und damit für fremde Länder begeistern. „Unsere Gruppe hat sich am „Igel“-Projekt der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) Halberstadt beteiligt. Eine Mutti, die dort arbeitet, hat uns auf die Idee gebracht“, erklärt Erzieherin Silke Vierus. Das „Igel“-Projekt bedeutete für die Hadmersleber Kita konkret, dass an zehn Tagen Franzisco Menendez zu ihnen kam. Und der Kubaner verstand es sehr gut, die Kinder für sein Land zu begeistern. Während seiner Besuche lernten die Jungen und Mädchen auf sehr unterschiedliche Art und Weise das ferne Land in der Karibik kennen. Dazu gehörte das exotische Obst genauso wie Tänze oder Musik. „Wir haben gemeinsam Obst für einen Obstsalat geschnippelt, haben gebastelt, getanzt und natürlich ordentlich getrommelt“, erzählt Silke Vierus vom Projekt, das den Blick der Kinder auf andere Länder schärfte.

Die Eltern, die zunächst etwas skeptisch waren, zeigten sich schließlich während der Präsentation zum Abschluss des Projektes begeistert. An diesem Tag hatte Franzisco, der seit 1998 mit Kindern arbeitet, nicht nur Leckeres wie gebratene Bananen, gelben Reis mit Mais und andere Köstlichkeiten aus Kuba zubereitet, nein, gemeinsam mit ihrem neu gewonnen kubanischen Freund sangen und tanzten die Kinder und ließen ihre Hände über die Trommeln wirbeln. Und bei alle den leckeren Sachen vergaß Franzisco Menendez nicht zu erwähnen, dass die Menschen im fernen Kuba nicht im Überfluss leben, oft Not herrscht. „Doch Not macht auch erfinderisch“, erklärte der Mann Kindern wie Eltern.