Kindergarten

Oschersleber Kita „Wawuschel“ nach Sanierung wieder komplett

Der Um-, An- und Ausbau der Awo-Kita „Wawuschel“ ist abgeschlossen. Rund 900 000 Euro wurden investiert. Entstanden sind zusätzliche Plätze und ein besseres Angebot im Bereich der frühkindlichen Bildung.

Von André Ziegenmeyer 01.07.2021, 08:56
Hier sind die Gäste mit einigen Wawuschel-Kindern zu sehen. Auch das Außengelände der Einrichtung hat sich im Zuge des Um-, An- aus Ausbaus verändert.
Hier sind die Gäste mit einigen Wawuschel-Kindern zu sehen. Auch das Außengelände der Einrichtung hat sich im Zuge des Um-, An- aus Ausbaus verändert. Foto: André Ziegenmeyer

Oschersleben l Wo viele Monate lang Bauarbeiter beschäftigt waren, haben nun wieder die Kinder das Sagen. Die Arbeiten an der Kita „Wawuschel“ sind beendet. Dabei handelt es sich um eine Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt (Awo).

Offiziell läuft der Betrieb in allen Räumen seit dem 1. Juni 2021. Doch am 29. Juni 2021 hatte Andreas Schmidtgen vom Kreisverband Börde der Awo noch einmal Gäste eingeladen, die an dem Um-, An- und Ausbau beteiligt waren. So konnten sie sich ein Bild vom Ergebnis machen. Dabei bedankte sich Andreas Schmidtgen für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. Er erklärte: „Nur durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Oschersleben und dem Landkreis Börde ist dieses Projekt möglich gewesen.“

Wie Schmidtgen ausführte, wurde der Förderantrag für die Maßnahme bereits 2017 gestellt. Zwei Jahre später sei der Förderbescheid eingegangen. Die Bauarbeiten begannen 2020. Sie verfolgten drei Ziele auf einmal. Zunächst einmal wurde die Raumstruktur verbessert. Dabei ging es nicht zuletzt um die Behindertengerechtigkeit. Türdurchlässe wurden verbreitert und Waschräume neu gestaltet. Denn „Wawuschel“ ist eine integrative Kita. Sie wird von Kindern mit und ohne Behinderung besucht.

Außerdem wurden die Räumlichkeiten für eine Gruppe vergrößert. Nicht zuletzt wurde ein Erweiterungsbau errichtet. Er bietet Platz für eine komplett neue Gruppe. Wie Andreas Schmidtgen informierte, sind effektiv 26 neue Plätze entstanden. Gleichzeitig sei die pädagogische Qualität im Bereich der frühkindlichen Bildung weiterentwickelt worden. Auch der Schwerpunkt der Einrichtung habe sich durch die zusätzlichen Krippenplätze ein Stück verlagert. Fünf Erzieherinnen wurden zusätzlich eingestellt. Die Erweiterung der Kapazität sei wichtig, denn in Oschersleben sei der Bedarf an Kita- und vor allem an Krippenplätzen groß. Auch der Spielplatz auf dem Außengelände wurde neu gestaltet. Der Zuschnitt des Geländes hat sich ebenfalls geändert. Denn um genug Platz für das Projekt zu haben, musste ein weiteres Grundstück erworben werden.

Insgesamt haben die Arbeiten laut Andreas Schmidtgen rund 900.000 Euro gekostet. Etwa 430.000 Euro davon stammen aus dem Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017-2020“ des Bundes. Für den Rest kommt im Rahmen einer Refinanzierungsvereinbarung die Stadt auf. Die Awo hat sich laut Andreas Schmidtgen auch bemüht, das Land Sachsen-Anhalt bei der Finanzierung mit an Bord zu holen. Immerhin sei es der zuständige Leistungsträger der Eingliederungshilfe. Allerdings sei dieses Unterfangen erfolglos geblieben.

Die Stadt Oschersleben dagegen hat das Vorhaben laut Bürgermeister Benjamin Kanngießer gern unterstützt. „Es ist eine Verschönerung unserer Stadt. Außerdem wird Oschersleben dadurch familienfreundlicher“, hielt das Stadtoberhaupt fest. Auch er betonte, dass Krippenplätze im Stadtgebiet sehr gefragt seien. Um das Angebot weiter zu erhöhen, werde als nächstes die Kindertagesstätte in Hornhausen erweitert. Außerdem erklärte der Bürgermeister, dass ein solches Bauprojekt immer auch zur Wertschöpfung vor Ort beitrage. Viele Unternehmen aus der Region seien an dem Vorhaben beteiligt gewesen. „Aber in der Hauptsache profitieren die Kinder. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es ist wirklich sehr schön geworden“, betonte Benjamin Kannießer. Zu den Gästen gehörte unter anderem auch Dirk Michelmann. Er ist beim Landkreis Börde der Dezernent für den Bereich Bildung, Jugend und Soziales. Steffen Brichovsky vom Vorstand der Kreissparkasse Börde überreichte zwei Bobbycars.

Nach dem offiziellen Teil wurden die Gäste von der neuen Kita-Leiterin Christine Peter durch die Einrichtung geführt. Dabei bedankten sich einige Krippenkinder bei ihren Besuchern mit einem Lied.

Einige Kita-Kinder bedankten sich bei den Gästen mit einem Lied.
Einige Kita-Kinder bedankten sich bei den Gästen mit einem Lied.
Foto: André Ziegenmeyer