Das Hohe Holz

Das Waldgebiet Hohes Holz umfasst eine Gesamtfläche von etwa 1500 Hektar. Der Landkreis Börde ist mit etwa 730 Hektar größter Waldbesitzer im Hohen Holz.

Die Revierförsterei Neindorf, die zum Betreuungsforstamt Flechtingen gehört, bewirtschaftet neben privaten Flächen auch die 730 Hektar Wald, die dem Landkreis Börde gehören.

Von den 730 Hektar des Kreiswaldes sind 135 Hektar Naturschutzgebiet und 90 Hektar Wasserschutzgebiet. Bestandteil des Naturschutzgebietes ist ein 1,2 Hektar großes Totalreservat. Hier entwickelt sich der Wald ohne Eingriffe des Menschen.

Im Hohen Holz gibt es zahlreiche Wanderwege sowie einen etwa fünf Kilometer langen Naturlehrpfad mit Informationstafeln.

Haldensleben l Der Landkreis Börde ist Waldbesitzer. In dem Waldstück Hohes Holz nordwestlich von Oschersleben gehören dem Landkreis rund 730 Hektar Wald. Das wird entsprechend auch wirtschaftlich genutzt, indem dort auch Holz geschlagen und verkauft wird. Allerdings stehen Erholungs- und Schutzfunktion im Vordergrund. Doch hier sind noch längst nicht alle Potenziale ausgeschöpft, meinen die Auszubildenden des zweiten Lehrjahres der Kreisverwaltung.

Es ist bereits eine gute Tradition in der Kreisverwaltung, dass sich die Azubis des zweiten Lehrjahres einem Projekt annehmen. Und dies soll nun die bessere touristische Vermarktung des Hohen Holzes sein. Mit vielen Ideen wollen die Auszubildenden das Waldgebiet besser bekannt machen und Kooperationspartner gewinnen, um das Hohe Holz auch touristisch sanft und naturnah noch besser zu erschließen.

730 Hektar gehören dem Kreis

Was sie sich alles überlegt haben, das stellten die Auszubildenden jetzt dem Kreisausschuss auf dessen jüngster Sitzung in Haldensleben vor. Kernstück des Projektes ist ein Aktionstag, der voraussichtlich im Frühjahr 2018 im Hohen Holz stattfinden soll.

Bilder

Neben zahlreichen Informationsständen, die Wissenswertes über das Waldstück, die Flora und Fauna vermitteln sollen, sind geführte Wanderungen und Kremserfahrten sowie der Besuch der Waldkönigin geplant. Neben der breiten Öffentlichkeit sollen zudem gezielt Gäste eingeladen werden, die als Kooperationspartner für weitere Projekte gewonnen werden sollen.

Denn die Auszubildenden haben viele Ideen, wie das Waldstück noch attraktiver ausgestaltet werden kann. So schwebt den Auszubildenden vor, eine Land Art im Wald zu realisieren. Also Kunstwerke, die aus den Naturmaterialien vor Ort entstehen. Weitere Ideen sind der Aufbau einer großen hölzernen Murmelbahn, ein Waldquiz mit mehreren Schildern im Wald, Fledermaus- und Dämmerwanderungen, Waldjugendspiele und vieles mehr.

Projekt führt Tradition fort

Außerdem müsste eine aktuelle Wanderkarte erstellt werden. Auch ein Fernrohr am Rande des Waldgebietes, mit dem man bei guter Sicht bis zum Brocken blicken kann, könnte die Attraktivität des Waldgebietes für Besucher erhöhen.

Zum Azubi-Projekt gehörte auch das Erstellen eines Logos für das Hohe Holz. Auch hier haben sich die jungen Damen und Herren viele Gedanken gemacht. Entstanden ist ein Emblem in Form einer Eichel. Die Eichel selbst steht für den hohen Anteil an Eichen in dem Laubwaldgebiet.

Das Logo zeigt außerdem einen Rotmilan, der hier heimisch ist und für den Tierbestand des Hohen Holzes steht. Ein Baum sowie ein geschwungener Pfad, der für die vielen Wanderwege steht, runden das neue Logo ab. Den Mitgliedern des Kreisausschusses überreichten die Auszubildenden das neue Logo in Form eines Ansteckers, der künftig für das Waldgebiet als Werbeträger dienen soll.

Logo greift Besonderheiten auf

Bei den Kommunalpolitikern kam das vorgestellte Projekt sehr gut an. Sie lobten die Kreativität der jungen Leute. Nun geht es darum, die Ideen Stück für Stück umzusetzen. Mit dem Aktionstag im Frühjahr 2018 wird ein erster Schritt gemacht.