Rochau l Noch in diesem Monat soll den Anwohnern die neue Mobilfunkstation in Rochau „in vollem Umfang“ zur Verfügung stehen. Viele Rochauer und Einwohner aus den Nachbardörfern hatten einen schlechten Handy-Empfang. Durch die Investition von Vodafone soll sich die LTE-Versorgung deutlich verbessern.

Manuela Krauter, die seit zwei Jahren den Dorfkonsum im Ort betreibt, kennt die Problematik. Speziell von ihren Kunden. „Beim Einscannen des QR-Codes gibt es meistens Schwierigkeiten“, nennt sie ein Beispiel. Jenen Strichcode benötigen die Kunden, um Waren im Post-Bereich wieder Retoure zu versenden. Dazu ist es nötig, das private E-Mail-Konto zu öffnen. Und für diesen Zugang muss Internet zur Verfügung stehen. „Das kann dann schon mal dauern“, weiß die Geschäftsfrau, die selbst auf das WLAN-Netz setzt.

Rund 250 000 Euro Investitionskosten

Auch aus Gesprächen wisse Manuela Krauter, dass es im Bereich des Internets und des Handyempfangs reichlich Defizite in Rochau und Umgebung gebe. Das soll ein Ende haben. Vodafone hat sich in Rochau engagiert und einen Funkmast aufgebaut. Das Vorhaben startete im April. Die finalen Arbeiten finden ab dieser Woche am kurz hinter dem Ortsausgang in Richtung Schartau stehenden Mast statt, was die Anwohner freuen wird. „In dieser Woche werden die Antennen für die Technologien GSM und LTE in Betrieb genommen und ab dem 23. November erfolgt der Anschloss an das weltweite Kommunikationsnetz“, teilt Volker Petendorf, Konzernsprecher von Vodafone, mit. Das sei notwendig, damit der Sprach- und Datenverkehr, der über die neue Station geführt wird, auch transportiert werden kann.

Fünf Jahre Plan- und Bauzeit

Eigentlich sollten die Arbeiten bereits abgeschlossen sein. Die Installation des technischen Equipments war laut ersten Planungen für September vorgesehen. Die Inbetriebnahme der neuen Station war Ende Oktober/Anfang November geplant. „Bei einer Planungs- und Bauzeit von insgesamt fünf Jahren ist diese Differenz derart gering, dass man nicht von einer Verzögerung sprechen kann“, sagt Petendorf. Vodafone trägt die Investitionskosten in Höhe von rund 250 000 Euro für die neue LTE-Mobilfunkanlage komplett aus eigenen Mitteln, um die Infrastruktur des Ortes weiter zu verbessern.

Rund 5000 Einwohner profitieren

Rund 5000 Einwohner und Gäste im Stendaler Landkreis werden in wenigen Tagen von dieser Infrastrukturmaßnahme profitieren. Dabei werden die Einwohner im Umkreis von etwa fünf Kilometern – also in Rochau und Schartau – erstmals an das mobile Breitbandnetz LTE angeschlossen. Zudem profitierten Einwohner und Gäste in Häsewig, Ballerstedt und Grävenitz, indem sie in diesen Orten künftig eine bessere Mobilfunk-Versorgung vorfinden würden, teilt Vodafone mit. Die neue Station wird mit den Mobilfunktechnologien GSM 900 (für Handy-Telefonate) und LTE 800 (für Handy-Telefonate und mobiles Internet) ausgestattet. Für mittelständische Betriebe ist diese Art der Versorgung ebenfalls ein Wettbewerbsvorteil.