Osterburg l Am 27. Dezember macht Nico Schulz (CDU) einen Tag Pause von seinem Urlaub zum Jahreswechsel. Gemeinsam mit seiner Büro-Mitarbeiterin Jana Henning will Osterburgs Bürgermeister am Donnerstag die Biesestadt auf einem Rückkehrertag im Stendaler Landratsamt präsentieren. Nach der Premiere im Vorjahr organisiert der Landkreis für den 27. Dezember und die Zeit von 10 bis 13 Uhr eine Neuauflage, die in der Hauptsache Bürger, die die Region verlassen haben, über Jobangebote in ihrer früheren Heimat informieren will. Schulz war schon 2017 dabei und „überwältigt von dem Andrang vornehmlich junger Menschen, die an diesem Tag im Landratsamt drängten.“ Der Bürgermeister will für seine Kommune werben, zudem hätten er und seine Mitarbeiterin auch Info-Material von Osterburger Unternehmen im Gepäck, kündigte er an.

Über den Jahreswechsel hinaus geblickt, sieht Nico Schulz für 2019 einen eindeutigen Schwerpunkt. „Das ist eine hoffentlich erfolgreiche Kundenakquise des Zweckverbandes Breitband Altmark (ZBA)“, betonte er mit Blick auf die Bemühungen des ZBA, möglichst viele Einwohner für einen Glasfaser-Anschluss zu interessieren. Zwar kann der Zweckverband in der Einheitsgemeinde Osterburg nur auf eher überschaubarem Terrain operieren, weil der Großteil der Haushalte in der Einheitsgemeinde aktuell über Breitband-Übertragungsraten von 30 Mbit/s und mehr verfügt und somit laut gültiger Förderrichtlinie des Landes nicht angeschlossen werden darf. Dennoch stehe die Region mit der Glasfaser-Ini­tiative vor einer entscheidenden Weichenstellung, ist der Bürgermeister überzeugt. „Vergeben wir diese Chance, dann ist für uns der Zug abgefahren.“ Schulz setzt darauf, dass die geltenden Förderrichtlinen von der Zeit überholt werden. Zudem will der Zweckverband mit seinen voraussichtlich im vierten Quartal 2019 startenden Erschließungsarbeiten seine Glasfaser in möglichst viele Orte bringen und so spätere Anschlüsse weiterer Haushalte möglichst vereinfachen. Das gilt selbst für die Kernstadt, weil der Bund durchgesetzt hat, das die Versorgung von Schulen und Krankenhäuser finanziell unterstützt wird. Aus diesem Grund werde der Zweckverband sein Glasfasernetz auch durch das Stadtgebiet ziehen, um die in Osterburg liegenden Bildungsstandorte anzuschließen.

Abseits der ZBA-Initiative schätzte Schulz „aus Verwaltungssicht“ die Vorbereitung und Durchführung der Europa- und Kommunalwahl am 26. Mai 2019 als herausragendes Thema ein. Dabei gehe es unter anderem auch darum, die Wahlvorstände gründlich zu schulen. „Wie wichtig das ist, hat nicht zuletzt der Stendaler Wahlskandal von 2014 aufgezeigt.“ Als große Aufgabe stufte Schule es zudem ein, die vielen freiwilligen Helfer zu gewinnen, die sich am 26. Mai in den Ablauf des langen Wahltages einbringen.