Königsmark l Wenn die Kindertagesstätte „Kleiner Fratz“ nach Königsmark zum Tag der offenen Tür einlädt, hat das Volksfestcharakter. Vor allem, wenn das Wetter so mitspielt wie am vergangenen Sonnabend.

Der Kindergarten mit Ute Roefe als Leiterin ist einfach beliebt. Das zeigt nicht nur die volle Auslastung mit 30 Sprösslingen, sondern auch die Gästezahl. Ob aus Erxleben, Walsleben, Osterburg, Iden oder Königsmark selbst, beim Tag der offenen Tür gehört pünktliches Erscheinen zum guten Ton. „Dass wir diesen Tag mit allen zusammen feiern, ist fester Bestandteil unseres Dorflebens“, betonte die Kitaleiterin.

Bürgermeister Nico Schulz blickte gemeinsam mit Ute Roefe auf die Errungenschaften der vergangenen zwei Jahre zurück: neuer Gasbrennwertofen, neue Terrassenüberdachung, Zaunanlage, Sandkasten, Fußboden, Elektrik, Renovierung der Räume und Flure. Zuletzt wurde ein neuer Trockner angeschafft. Ein Spielgerätehaus und Malerarbeiten in der Küche stehen für 2018 noch auf dem Plan.

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Ein Dank an alle Beteiligten

Ein dickes Dankeschön ging vor dem Programm an die vier Erzieher, zwei Techniker, die fleißigen Muttis und Vatis. Nicht zuletzt hatte der Kultur- und Sportverein Königsmark sein Scherflein zum Gelingen des Festes beigetragen. 15 Kuchensorten lockten später an das Buffet, André Schwanke und Marten Lenz hatten das Schwein am Spieß gesponsert.

Ute Grader wechselte von Walsleben, Claudia Koschewski kam aus Osterburg hinzu und Jennifer Seefloth aus dem Babyjahr zurück. Zu ihrem Bedauern konnte Ute Roefe nicht alle Kinder annehmen. Die Einrichtung ist voll.

„Besucht uns mal im Kindergarten!“, luden die Knirpse musikalisch ein, schickten „Wer will fleißige Handwerkers sehen?“ und ein Lied über Freundschaften gleich nach. Oh ja, hier wissen die Kleinsten bestens Bescheid.

An Unterhaltungswert nachzuziehen, hat sich das Chaostheater seit einigen Jahren zur Aufgabe gemacht. Hilmar Zarwel alias Pippi Langstrumpf scharrte um sich eine illustre Runde an Pippi-Gefährten, spielte in der Schule die Neunmalkluge und mit blau-weißen Socken auf das „Aufstiegsspiel“ des 1. FC Magdeburg am selben Tag an. Annika und Tommi stempelte Pippi gleich als Lolek und Bolek ab, rief mit Sprühfeuer die Polizistinnen Antje Günther und Anne Roefe (mit Simson) auf den Plan und behauptete, 150 Jahre alt zu sein. Ronald Roefe mimte zuerst die Lehrerin und dann Tante Prusseliese. Für die Erwachsenen hatte die Truppe noch einige politische Seitenhiebe parat. Pippi stellte sich als Bürgermeisterin zur Wahl, weil das ja heutzutage jeder könne und fügte hinzu: „Wir könnten ja die Stendaler nachahmen und bezahlen unsere Stimmen!“

Am Ende wurde alles gut: Die Kinder ritten auf Ponys von Familie Krause aus Dobbrun über das Gelände, tobten auf der Hüpfburg, machten bei der Tombola mit und zeigten stolz ihren Kindergarten. Und die Großen freuten sich darüber, dass es so etwas Schönes wie in Königsmark gibt. Einfach zum Wohlfühlen.