Salzwedel l Landrat Michael Ziche und der altmärkische Bundestagsabgeordnete Jörg Hellmuth (beide CDU) überraschten die Einrichtung mit mehreren Paketen, gesponsert von großen Spielzeugherstellern.

Hintergrund ist die „Aktion Zusammenspiel – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ des Bundesfamilienministeriums. Nachdem das Ministerium auch den Altmarkkreis zum Mitmachen aufgefordert hatte, entschied sich die Kommune, das KEZ zu beschenken. Das Spielzeug soll künftig deutsche und Kinder mit Migrationshintergrund noch besser zusammenführen. „Ich freue mich, dass wir mit den vorhandenen Kapazitäten in unserem Landkreis die Betreuung auch der Flüchtlingskinder sicherstellen können“, sagte Michael Ziche.

Den Beweis dafür, wie gut das Miteinander zwischen Deutschen und Flüchtlingskindern im KEZ schon jetzt funktioniert, lieferten anschließend die Kinder selbst. So berichtete die fünfjährige Maryam Akrami in akzentfreiem Deutsch von ihrer Familie, dem Alltag im Kindergarten und ihrem Herkunftsland Iran, um sich danach gemeinsam mit ihren deutschen Freunden dem neuen Spielzeug zu widmen. Maryam steht beispielhaft für die gesamte Kita: Schnelles Erlernen der deutschen Sprache und ein spielerischer Umgang ohne Barrieren, beides sei typisch für das Miteinander im KEZ berichtete Leiterin Beate Heymann. Dass die Wahl des Landkreises auf das KEZ fiel, war dann auch kein Zufall: Von den gegenwärtig 38 Flüchtlingskindern im Altmarkkreis werden sieben allein in der Salzwedeler Kita betreut. Das KEZ ist darüber hinaus seit 2008 Schwerpunkteinrichtung für die Integrationsarbeit in Salzwedel. Doris Gensch, Leiterin des Eigenbetriebs Kindertagesstätten, äußerte sich erfreut: „Ich finde die Idee sehr gut, bei den Kleinsten funktioniert die Integration schließlich am besten“, sagte sie.