Ritze l Von Hausanschluss zu Hausanschluss rücken die Bauarbeiter in Ritze langsam vor. Doch langsam ist – auf die gesamte Baumaßnahme bezogen, – das falsche Wort. So konnte Mathias Düster, Technischer Leiter des Verband kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (VKWA) auf Anfrage der Volksstimme bestätigen, dass ein Bauabschnitt, der eigentlich erst für 2019 vorgesehen war, schon in Angriff genommen werden konnte.

Der VKWA erneuert seit Mitte Mai 2018 das komplette Abwassernetz im Ort – seit August unter Vollsperrung der Ritzer Ortsdurchfahrt. Die guten Witterungsverhältnisse hätten die beauftrage Baufirma „sehr gut“ vorankommen lassen, erklärte Düster weiter.

„Aus diesem Grund haben wir entschieden, dass die Bauarbeiten in einem Teilabschnitt der Chüdenallee noch in diesem Jahr ausgeführt werden sollen“, berichtet der Technische Leiter. Im Abschnitt zwischen der Ritzer Dorfstraße und der Straße nach Groß Chüden wird der Schmutzwasserkanal neu gebaut.

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Weihnachten soll die Straße frei sein

Eine weitere Mammutaufgabe im Rahmen der Großbaustelle sind die insgesamt 81 Hausanschlüsse, die im gesamten Ort hergestellt werden müssen. Jeder einzelne liegt unterschiedlich tief in der Erde, berichten die Bauarbeiter vor Ort. Bei der Montage ist besonders auf das richtige Gefälle der Rohre zu achten. Aber auch dabei kommen die Fachleute derzeit zügig voran.

Sollten es die Witterungsverhältnisse erlauben, wird bis in den Dezember weitergebaut. „Spätestens zu Weihnachten soll die Baustelle soweit geräumt sein, dass alle Straßen in Ritze wieder wie gewohnt genutzt werden können“, betont Mathias Düster. Dann ist eine längere Winterpause geplant.

Während die Absprachen mit den Anwohnern und den Firmen vor Ort, die nach Angaben von Betroffenen und dem VKWA sehr gut laufen, gibt es vermehrt Probleme mit auswärtigen Verkehrsteilnehmern. „Ritze ist, wie auf den Verkehrszeichen vor der Ortslage ersichtlich, gesperrt. Leider werden diese Verkehrszeichen weitestgehend von nicht ortsansässigen Verkehrsteilnehmern ignoriert“, berichtet Mathias Düster. So nutzt auch Schwerlastverkehr die Umleitung über den kleinen Stegel am Ortseingang aus Richtung Salzwedel. Dieser ist für diese Belastung allerdings nicht ausgebaut.