Salzwedel l Fasziniert schauen sich die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte „Haus Benjamin“ im zweiten Stock des Alten Ostflügels im Altmark-Klinikum Salzwedel um. Haben sie gerade noch zur feierlichen Eröffnung der umgebauten Kinderstation gesungen, sind sie jetzt hin und weg von dem Dschungelbuch-Graffiti, mit dem sich die Künstler Lars-Christian Klaas und Martin Klahs von „Farbkraft“ in der gesamten Station verewigt haben.

Dank an Förderer

Das Wand-Kunstwerk ist jedoch nur das I-Tüpfelchen der einjährigen Umbauarbeiten. Denn, was 2013 als langfristige Bau- und Standortplanung begonnen hat, ist vor einigen Tagen fertiggestellt worden – die neue Kinderstation im Altmark-Klinikum-Salzwedel.

„Durch einige Probleme haben die Arbeiten erst im November des vergangenen Jahres beginnen können“, berichtete Matthias Lauterbach, Geschäftsführer des Altmark Klinikums, den Gästen, die am Mittwoch zum Tag der offenen Tür der Station kamen. Seine Freude, was in diesem einen Jahr geschaffen und geschafft wurde, überwiege jedoch, lobte Lauterbauch alle Förderer, Bauarbeiter und Mitarbeiter des Krankenhauses.

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Keine Schließung in Gardelegen

Für Chefärztin Verena Baum ist die neue Kinderstation aus einem anderen Grund etwas Besonderes. Im alten Ostflügel habe sie 1984 angefangen zu arbeiten. „Seit dem habe ich sieben Umzüge der Kinderstation mitgemacht“, sagt sie und lächelt. Nun sei sie wieder im Ostflügel angekommen, wo für sie alles begann. „Die neue Kinderstation hat für mich alle Erwartungen übertroffen“, freut sich Baum. Zu den Gästen zählten unter anderem Michael Ziche, Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender des Altmark Klinikums, Ulrich Böther, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Altmark West sowie Architekt Urs Ganter.

Dass mit dem Umzug eine Konzentration der Klinikversorgung für Kinder in Salzwedel eingeleitet wird, bestritt Lauterbach im Volksstimme-Gespräch. Er räumte ein, dass aufgrund der demografischen Entwicklung in den pädiatrischen und den geburtshilflichen Abteilungen die Fallzahlen zurückgehen. Dennoch soll die Versorgung an beiden Standorten in Gardelegen und Salzwedel aufrecht erhalten werden. „Wir stehen am Anfang einer gemeinsamen Strategie“, sagte er.