Salzwedel l 2017 haben sich mehr Frauen und Männer getraut als noch 2016. Und in diesem Jahr haben Heiratswillige mehr Ort zur Verfügung, an denen sie das tun können.

Geboren werden, heiraten (oder auch nicht), sterben: Das ist der Lauf der Dinge. Die einen kommen, die anderen gehen. 2017 zählte das Standesamt Salzwedel 444 Geburten, wobei die männlichen Vertreter mit 229 Geburten vor dem weiblichen Geschlecht stehen.

367 Menschen dagegen haben Mutter Erde verlassen – 195 Frauen schlossen für immer die Augen, 172 Männer gingen von dieser Welt. Das bedeutet, 2017 sind mehr Menschen geboren worden als gestorben sind. Gesellschaftlich gesehen ist das eine gute Entwicklung. 2016 hatte das Standesamt Salzwedel 348 Todesfälle registriert.

War 2016 noch eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerstadt im Register des Standesamtes aufgelistet, so liegt die Zahl 2017 bei null. Ein leichter Aufwärtstrend ist allerdings bei den Eheschließungen zu erkennen. Trauten sich 2016 lediglich 109 Frauen und Männer vor den Tisch des Standesbeamten, so waren es im vergangenen Jahr 114.

Eventuell könnte sich dieser Trend noch verstärken. Denn Paare, die den Bund fürs Leben schließen wollen, haben 2018 mehr Orte in Salzwedel zur Auswahl, an denen sie das tun können. Und zwar ganzjährig im Salzwedeler Märchenpark sowie am 17. August und 18. August im Hohen Chor der Mönchskirche. In der Vergangenheit hat es bei der Stadt verstärkt Nachfragen nach anderen Räumlichkeiten außerhalb des Rathauses gegeben.

Mehr Angebote an Heiratswillige

Dabei spielten verschiedene Faktoren eine Rolle: Einige wollten gerne das historische Ambiente der Mönchskirche bei ihrer Trauung nutzen, andere Hochzeitsgesellschaften wünschten sich mehr Platz aufgrund großer Hochzeitsgesellschaften. Während das Brautpaar im Mächenpark am Tag der Hochzeit keinen Eintritt bezahlen muss, wird für die Hochzeitsgäste ein ermäßigter Eintritt erhoben.

Zurück zum Jahr 2017: Zehn Ehepaare haben einen Doppelnamen übernommen. 13 frisch Vermählte verzichteten auf einen gemeinsamen Familiennamen. Die Mehrheit hatte damit keine Probleme.

Rekordmonat bei den Hochzeiten war der Juni mit 19 Paaren. 17 waren es im Juli. Die wenigsten Vermählungen, nur eine, gab es im Februar. Immerhin zwei waren es im März. Der Wonnemonat Mai landete mit 15 Trauungen auf Platz drei.

Zurückgegangen ist 2017 die Zahl derer, die der Kirche den Rücken zuwenden. 45 Menschen sind aus der Kirche ausgetreten. Das sind 13 weniger gegenüber 2016.

Charlotte und Ben lauten die beliebtesten Vornamen, die Eltern ihren Kindern im vergangenen Jahr gegeben haben. Marie und Liam, die Spitzenreiter in 2016, hatten keine Chance. Mit dem Vornamen Ben (sechs Nennungen) liegen die Eltern voll im Trend. Denn Ben hat sich in Deutschland bereits im siebten Jahr in Folge auf Platz eins etabliert.

Übrigens sind 2017 in Salzwedel exakt 294 neue Erdenbürger mit einem Vornamen ausgestattet worden. Dass es auch anders geht, zeigten 134 Elternpaare, die ihrem Nachwuchs zwei Namen gaben. 15 war auch das nicht genug. Sie gaben ihrem Kind drei Namen. Und ein Kind hat mehr als drei Vornamen bekommen.