Calbe l Die mehr als 300 Grundstückspächter des Garagenkomplexes kennen den leidigen Dauerzustand. Immer, nachdem Petrus die Schleusen geöffnet hat, kommen sie nicht mehr trockenen Fußes zu ihren Fahrzeugen. Eine Situation, die bei Weitem nicht neu ist und über die schon mehrfach in der Volksstimme berichtete wurde, schließlich stellt die für jedermann sichtbare „Seenlandschaft“ am Ortseingang dem Stadtbild kein gutes Zeugnis aus. Schon seit vielen Jahren liegt das Problem im Rathaus auf dem Tisch.

Und dabei blieb es dann auch. Das Grundproblem: Beim gemeinschaftlichen Bau der Garagen wurde auf eine Regenwasserkanalisation verzichtet. Das Regenwasser der Garagendächer versickert im Boden, solange, bis er gesättigt ist und das Wasser stehen bleibt. Das dauert nicht lange, da die Garagen in einem Drängwasserproblemgebiet liegen.

Die Schaffung einer geeigneten Entwässerung sei mit hohen Kosten verbunden. Kosten, die in Zeiten einer Haushaltskonsolidierung einfach nicht zu stemmen seien, hieß es immer wieder aus der Stadtverwaltung. Manch Pächter warnte vor einem sporadischen Verfüllen der löchrigen Fläche, da die Zufahrten über die Zeit so erhöht würden, dass das Wasser in die Garagen laufe. Ein vorheriges Abziehen der Fläche mit schwerem Gerät und Aufbringen von Schotter wurde gefordert.

Start bei guter Witterung

„Dieses Problem gehen wir nun schrittweise an“, kündigt Bürgermeister Sven Hause an. Das Thema sei oft in den Bürgersprechstunden zur Sprache gekommen. Mit Hilfe des Radladers, den sich die Stadt in diesem Jahr anschaffte, sollen Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes die Fläche etwas begradigen und die Voraussetzung für eine Beschotterung schaffen.

„Insgesamt haben wir mehr als 200 Tonnen Schotter für Ausbesserungen an verschiedenen Schwerpunktstellen der Stadt angeschafft“, erklärt Hause. Dazu gehören neben dem Garagenkomplex in der Salzer Straße auch der Garagenkomplex der Kleinen Mühlenbreite, die Parkflächen unmittelbar neben der Lessingschule sowie Bereiche der Bankette und des Sommerweges zwischen Schwarz und Gottesgnaden. Die Ausbesserung dieser Bereiche soll voraussichtlich im ersten Quartal 2016 erfolgen.