Schönebeck | Die Freie Baptisten-Gemeinde im Schönebecker Schalom-Haus hat wieder eine eigene hauptamtliche Pastorin. Beim Gottesdienst am Sonntag wurde die 45-jährige Claudia Sokolis-Bochmann als neue Pfarrerin eingesegnet. „Ich freue mich, dass ich Teil dieser Gemeinde werde und den Weg mit Ihnen gemeinsam gehen darf“, sagte die Theologin beim Gottesdienst im gut gefüllten Schalom-Haus am Sonntag. Die Schönebecker Baptisten-Gemeinde musste über zwei Jahre ohne eigenen hauptamtlichen Pastor auskommen.

Blumen zur Begrüßung

Von den Schönebecker Gemeindemitgliedern wurde Claudia Sokolis-Bochmann mit vielen herzlichen Worten und Liedern willkommen geheißen. Die Predigt zur Einsegnung wurde von Pastor Michael Rode von der Freikirchlichen Gemeinde in Hannover als Vertreter der Baptisten-Gemeinde gehalten. „Sie wird den Menschen helfen, sich nach Gott auszustrecken“, sagte Pastor Michael Rode über die neue Pastorin.

Claudia Sokolis-Bochmann

Als Begrüßungsgeschenk gab es neben vielen echten Blumen auch eine aus Papier gebastelte Blume mit den Wünschen der Gemeindemitglieder und einen Vorrat an Klebezetteln. Hintergrund: „Ich schreibe gern Bibelsprüche auf Zettel und verteile sie in der ganzen Wohnung, um sie auswendig zu lernen“, sagte Claudia Sokolis-Bochmann.

Auch mehrere bunte Stifte gab es für die Tochter eines Malermeisters, die sich gern künstlerisch ausdrückt. So ist sie auch ausgebildete Musik- und Bewegungspädagogin. Inwieweit sie diese Fähigkeiten auch in ihre Gemeindearbeit in Schönebeck einbringen möchte, hat sie allerdings noch nicht geplant. „Erst einmal möchte ich in der Stadt ankommen“, sagte die Pastorin, die am vergangenen Donnerstag ihre Einführungspredigt im Schalom-Haus gehalten hat. Dies war auch der 21. Jahrestag ihrer Einsegnung als Diakonin.

Zur Einsegnung am Sonntag war auch Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch gekommen. „Ich beglückwünsche Sie zu ihrer neuen Gemeinde“, sagte er der neuen Pastorin und erinnerte daran, dass er selbst vor rund 30 Jahren nach Schönebeck gezogen war. Schönebeck trage die Schönheit bereits im Namen, auch wenn sie nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sei.

Pendeln nach Friedensaue

Claudia Sokolis-Bochmann stammt ursprünglich aus Gelsenkirchen und besuchte eine Waldorfschule. Die Theologin hat an der Bibelschule Wiedenest und an der Theologischen Hochschule Elstal studiert. In den vergangenen Jahren war sie Pastorin an der Christuskirche in Hamburg-Altona.

Nach Schönebeck ließ sie sich versetzen, da ihr Mann Andreas Bochmann als Dozent an der Theologischen Hochschule Friedensaue tätig ist. Sie hat eine Wohnung in Schönebeck genommen, wird aber auch regelmäßig nach Friedensaue pendeln.