Lödderitz l Besucher des Lödderitzer Gemeindefriedhofs guckten etwas irritiert in die Bäume, als sie vor wenigen Tagen das Grab eines unbekannten Soldaten besuchten. Mehrere Schilder warnen vor dem Eichenprozessionsspinner. Doch ein Lödderitzer, der zufällig des Weges kam, gab Entwarnung: Die Schilder stammen noch vom vergangenen Jahr.

2019 musste der Eichenprozessionsspinner beseitigt werden. Die Eichen rund um den Friedhof waren davon befallen. In diesem Jahr sind keine Nester auffällig. Die Raupen tragen giftige Brennhaare, etwa 600 000 pro Tier. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Ein kleiner Windstoß genügt, um die feinen Härchen abzubrechen und bis zu hundert Meter durch die Luft zu transportieren. Bei der Berührung der Haut kommt es durch das Nesselgift der Haare zu Hautausschlägen.