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Verbandsgemeinde muss den Flächennutzungsplan für die Gemarkung Egeln ändern Ehemaliges Werk ist weißer Fleck im Plan

Von Nadja Bergling 13.10.2012, 01:14

Einst als Fläche für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ausgewiesen, bilden die ehemaligen Pomos-Pektin Werke in Egeln-Nord nun einen weißen Fleck im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Egelner Mulde.

Egeln l In einem Flächennutzungplan ist die städtebauliche Entwicklung und die damit verbundene Art der Bodennutzung dargstellt. Für die Verbandsgemeinde Egelner Mulde gibt es einen gesamten Plan. Dieser musste allerdings jetzt in der Gemarkung Egeln geändert werden. "Die Defizite des bisherigen Flächennutzungsplanes liegen vor allem in seinen zwischenzeitlich veralteten Planungsgrundlagen und der Diskrepanz zwischen den Planungzielen der frühen 1990er Jahre und den heutigen Planungszielen", erklärte Planerin Birgit Wolf kürzlich während der Sitzung des Verbandsgemeinderates. Anfang der 1990er Jahre ist man auch im Raum Egeln von Firmenansiedlungen und Zuzügen ausgegangen und hat dementsprechend auch Flächen dafür ausgewiesen. "Das ist in dem Maße aber nicht eingetreten. Daher ist eine Überarbeitung jetzt erforderlich", so Wolf weiter.

Bereits im Jahr 2009 hatte sich die Stadt Egeln mit einer Änderung des Flächennutzungsplanes befasst. Der Beschluss über den Entwurf und die Auslegung wurde im Mai 2009 gefasst. Abgeschlossen werden konnte dieses Verfahren allerdings nicht, da es dann zur Gründung der Verbandsgemeinde kam. "Wir haben jetzt aber an diesem Verfahrensstand angeknüpft", erklärte Birgit Wolf weiter. Der Entwurf wurde kaum geändert. Doch im neuen Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Egelner Mulde, Gemarkung Egeln gibt es jetzt einen weißen Fleck - die ehemaligen Pomos-Pektin Werke in Egeln-Nord. "Nach der Wende wurde dort nichts mehr gemacht. Die Industriebrache ist dem Verfall preisgegeben", so Wolf. Im Flächennutzungsplan der Stadt Egeln aus dem Jahr 2009 ist die Fläche des ehemaligen VEB Ogema als Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landwirtschaft (Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen) ausgewiesen. Der Liquidator der Pomos-Pektin Werke hat allerdings damals im Zuge der Auslegung gegen diese Ausweisung gestimmt, aber bisher keine weiteren konkreten gewerblichen Ansiedlungen vorangetrieben.

"Nach Auskunft der oberen Planungsbehörde ist in solchen Fällen die Ausweisung einer weißen Fläche möglich", erklärte die Planerin den anwesenden Verbandsgemeinderäten. Sollten nun in Zukunft konkrete Planungsabsichten bestehen, muss eine Änderung des Flächennutzungsplanes für diesen Bereich erfolgen. Die Kosten dafür muss der Antragsteller tragen.