Feuerwehr Neues Fahrzeug
Der Verbandsgemeinderat hat wichtige Entscheidungen zur Feuerwehr getroffen. Hakeborn und Etgersleben profitieren.
Egeln l Einstimmig beschloss der Rat den Kameraden Olaf Winkler zum Hakeborner Ortswehrleiter und Eike Böse zu dessen Stellvertreter in das Ehrenbeamtenverhältnis für sechs Jahre zu berufen. Das Ehrenbeamtenverhältnis endet am 16. Februar 2022.
Beide Feuerwehrmänner waren in der Jahreshauptversammlung der Ortswehr Hakeborn am 29. Januar von den anwesenden aktiven Kameraden einstimmig gewählt worden. Der Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (UWGE) wertete das als „eindeutige Empfehlung“.
Der 51-jährige Olaf Winkler sagte bei seiner Vorstellung, dass er seit 1994 in Hakeborn wohne und seit 1995 bei der Feuerwehr sei, an deren Spitze er bereits die letzten sechs Jahr gestanden hat. Im Hauptberuf sei er im Fachdienst 33 der Landkreisverwaltung für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst tätig, sagte Winkler. Sein Stellvertreter arbeite in einer Sicherheitsfirma und erfülle ebenfalls die notwendigen Voraussetzungen.
„Das alte Fahrzeug aus dem Jahr 1994 ist Schrott.“
Bei einer Enthaltung erteilte der Verbandsgemeinderat der Verwaltung den Auftrag zur Ausschreibung eines neuen Mannschaftstransportfahrzeuges (MTF) für die Ortswehr Etgersleben.
„Das alte Fahrzeug aus dem Jahr 1994 ist Schrott. Das haben wir stillgelegt“, sagte Stöhr. In der am 16. Dezember des vergangenen Jahres beschlossenen Risikoanalyse beziehungsweise im Brandschutzbedarfsplan der Verbandsgemeinde ist eine Ersatzbeschaffung vorgesehen. Ähnlich wie die Transporter, die man bereits für die Wehren in Egeln, Westeregeln und Unseburg gekauft habe, rechne man mit einer Kaufsumme von rund 35 000 Euro, sagte Stöhr.
Ralph Bunke-Spelling (Linke) monierte, dass im Vorfeld keine Absprache mit dem Verbandsgemeinde-Wehrleiter Michael Kieler erfolgt sei. „Da hätten wir ja keinen zu wählen brauchen“, so Bunke-Spelling.
„Er kennt das Konzept. Es ist also nicht so, dass er nichts davon wusste“, sagte Börde-Hakel-Bürgermeister André Kulak (Freie Wähler Westeregeln).
„Das ist kein besonderes Fahrzeug, sondern eins von der Stange. Es wäre unsinnig gewesen, das alte noch einmal reparieren zu lassen“, betonte Stöhr. Der Chef des Verbandsgemeinderates, Peter Fries (CDU) gab Bunke-Spelling Recht. Christian Boos (CDU), der Chef des Ausschusses für Brand-und Katastrophenschutz kritisierte, dass es ihm nicht möglich gewesen sei, darüber zu beraten. „Wenn es um Investitionen geht sowie bei Veräußerungen sollten sich die Ausschüsse mit befassen“, sagte Boos.