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70+1 Jahre Karneval Staßfurt steht (wieder) Kopf

1955 initiiert Paul Bäker die Rückkehr des närrischen Treibens, 1956 zeigt sich Staßfurt jecker denn je. Was am Rhein ein Brauch, hieß es, das könne man hier auch.

Von Tobias Winkler 30.01.2026, 06:00
Der große Stadtkarneval 1956: Im kältesten Februar seit Beginn der Wetteraufzeichnung, bei minus zehn Grad und weniger, feierte Staßfurt vier Tage lang Karneval. Ein Jahr zuvor stellte Bürgermeister Paul Bäker mit dem dazugehörigen Organisationsausschuss die Weichen für den Neubeginn.
Der große Stadtkarneval 1956: Im kältesten Februar seit Beginn der Wetteraufzeichnung, bei minus zehn Grad und weniger, feierte Staßfurt vier Tage lang Karneval. Ein Jahr zuvor stellte Bürgermeister Paul Bäker mit dem dazugehörigen Organisationsausschuss die Weichen für den Neubeginn. Repro: Tobias Winkler

Staßfurt - Der Warschauer Pakt setzte 1955 einen Schlusspunkt hinter die bedingungslose Kapitulation 1945 sowie die Trümmerzeit und Teilung der Republik 1949. So startete Deutschland in der Souveränität zweier demokratischer Staaten in ein neues Zeitalter. Das galt auch für den Karneval. Unter dem Schlachtruf „Staßfurt steht Kopf“ feierte man im Februar 1956 vier Tage lang. Höhepunkt war der Umzug mit Tausenden Bürgern und Besuchern, die am 12. Februar, einem Rosensonntag, unter anderem an Prinzenberg oder Karl-Marx-Straße die Wege säumten. Bei Temperaturen von minus zehn Grad Celsius und drunter. Im kältesten Februar seit Beginn der Wetteraufzeichnung Ende des 19. Jahrhunderts.