Stendal (nk) l Emanuel Schulze ist der nächste Künstlerstipendiat der Hansestadt Stendal. Am Dienstag wurd er von der Jury aus Mitgliedern der Kaschade-Stiftung und der Künstler-Gruppe Altmark auserkoren.

Schulze wurde 1974 in Bad Saarow geboren und lebt seit 2015 in Halle/Saale. Er erwarb 2008 sein Diplom an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und ist jetzt als freiberuflicher Maler, Bühnenbildner und Installationskünstler tätig.

Licht und Schatten wie Malerei

„Während seines Aufenthaltes in Stendal vom 8. August bis 18. September möchte er sich in einer ästhetisch intensiven Auseinandersetzung mit dem ehemals geplanten Kernkraftwerk in Arneburg und dessen industrieller Umgebung auseinandersetzen“, teilt Andreas Drimer von der Künstler-Gruppe Altmark mit.

„Emanuel Schulze sieht Licht, Schatten, Regen und Sonne auf dem Areal als atmosphärische Ereignisse, die in Analogie zu malerischen Vorgängen stehen“, heißt es in einer Mitteilung weiter zur Erklärung. „Seine malerischen Arbeiten verhandeln das konträre Verhältnis von technischer Genauigkeit und poetischer, malerischer Freiheit. Im Fokus seiner fiktionalen Bildmotive befinden sich Bauformen und architektonische Gebilde.“

Neben dem Stipendium in Höhe von 1000 Euro wird ein Materialkostenzuschuss in Höhe von 500 Eruo gezahlt. Die Beträge werden durch private Sponsoren zur Verfügung gestellt.