Stendal l Wird in absehbarer Zeit der Abschnitt der Autobahn 14 zwischen Lüderitz und Uenglingen in Angriff genommen? Nachdem für den Streckenteil zwischen Uenglingen und Osterburg der Planfeststellungbeschluss rechtskräftig ist, könnte es nun grünes Licht für den Abschnitt zwischen Lüderitz und Uenglingen geben. Beide Teilstücke sollen in einem Zug gebaut werden.

Für den Abschnitt zwischen den geplanten Anschlussstellen Lüderitz und Uenglingen – Letztere firmiert unter Anschlussstelle Stendal-Mitte – hat das Landesverwaltungsamt nun ein zweites Anhörungsverfahren im Rahmen des Planstellungsverfahrens eingeleitet, im Amstdeutsch: das erste ergänzende Anhörungsverfahren. Der Bauabschnitt hat eine Länge von rund 12,9 Kilometern.

Einwendungen bis Anfang Juli möglich

Eine erste Anhörung hatte bereits vor drei Jahren stattgefunden. Daraus resultierten „bedeutende Änderungen“ der Planungen, begründet Gabriele Städter von der Stabsstelle Kommunikation des Landesverwaltungsamts das neue Anhörungsverfahren. Die Änderungen waren unter anderem dem Artenschutz und neuen Regelungen der Wasserrahmenrichtlinie geschuldet. Zudem soll die Bundesstraße 188 bei Döbbelin eine Ampelanlage erhalten und der Gohrer Weg in Insel einen Wendehammer.

Die Planungsunterlagen inklusive der Änderungen liegen in der Hansestadt Stendal sowie in den Einheitsgemeinden Tangerhütte und Bismark bis zum 1. Juni aus. Die von dem Bauvorhaben Betroffenen, also beispielsweise Anwohner, haben bis zum 2. Juli die Möglichkeit, gegen den geänderten Plan Einwendungen bei den drei Auslegungsgemeinden oder beim Landesverwaltungsamt zu erheben. Zudem sind zahlreiche Träger öffentlicher Belange und Versorgungsunternehmen zur Stellungnahme aufgefordert.

Unterlagen bis 1. Juni zu sehen

Das Bauvorhaben berührt im Landkreis Stendal die Gemarkungen Buchholz, Insel, Tornau, Döbbelin, Möringen, Uenglingen, Dahlen, Lüderitz, Windberge und Schernikau.

Die Planunterlagen inklusive der Änderungen sind bis zum 1. Juni auch auf der Internetseite des Landesverwaltungsamtes zugänglich. Maßgeblich ist jedoch der Inhalt der zur Einsicht ausgelegten Unterlagen, so das Landesverwaltungsamt.