Stendal l Ein Holzzaun steht in einem bedrohlich schrägen Winkel an dem Parkplatz zwischen der Deich- und Brüderstraße in Stendal. Bei dem Bürgermelder auf der Webseite der Hansestadt hat ein Stendaler auf die Gefahrenquelle für parkende Autos hingewiesen. Doch nicht nur das: „Diese Anlage ist für die Hansestadt kein schönes Aushängeschild auf dem zentralen Platz“, schreibt er.

An diesem unschönen Aushängeschild plant die Stadtverwaltung schon länger – genauer gesagt 19 Jahre, wie sich aus vergangenen Volksstimme-Berichten erkennen lässt. Auf dem mehr als 2000 Quadratmeter großen Gelände sollen entweder Wohn- und Geschäftsgebäude, eventuell mit Tiefgarage, oder ein Parkhaus entstehen. Angebote konnten Investoren bei der Stadt bis zum 21. August dieses Jahres einreichen.

Konzept für Parkplatz in Stendal

„Die Angebote, die uns im Zuge der Ausschreibung erreichten, wurden im zuständigen Ausschuss eröffnet“, teilt Stadtsprecher Armin Fischbach auf Nachfrage mit und möchte noch keine Details verraten – nur, dass Konzepte vorliegen und derzeit geprüft werden. „Folglich steht der Käufer noch nicht fest“. Wann mögliche Angebote der Öffentlichkeit präsentiert werden, ist noch unklar. Bei der Stadtratssitzung am 2. November, 17 Uhr im Festsaal des Hotels Schwarzer Adler in Stendal, wird der Verkauf der 166.000 Euro teuren Fläche noch kein Thema sein, so Fischbach.

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Das Problem mit dem Holzzaun soll sich schneller lösen. Fischbach zufolge wurde der Stendaler Bauhof mit der Sicherung des Zauns beauftragt. „Eine eventuelle Erneuerung wird geprüft, scheint jedoch im ersten Moment verzichtbar, wenn man die Zukunft des Areals bedenkt.“ Vielleicht ein Indiz dafür, dass es schneller als gedacht eine Parkplatz-Entscheidung geben könnte.