Stendal l Ostern ohne Osterfeuer? Kaum vorstellbar, aber in diesem Jahr wird es in den meisten Städten und Dörfern des Landkreises so sein.

Nachdem für die Waldflächen im gesamten Landkreis Stendal die Gefahrenstufe vier festgelegt wurde – sie gilt ab dem heutigen 18. April bis auf Widerruf – hat gestern als erste die Hansestadt Stendal reagiert und alle beantragten und auch bereits genehmigten Osterfeuer gestoppt. Sie dürfen nicht abgebrannt werden. Wer es dennoch tut, riskiert eine Geldbuße von bis zu 5000 Euro.

Rigoros auch die Ansagen aus den Einheitsgemeinden Osterburg, Tangerhütte und Bismark sowie aus der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land: Keine Osterfeuer! Zum Teil wurden bereits gestern die betreffenden Veranstalter informiert, ansonsten soll das heute geschehen. Ein Nein auch aus Arneburg-Goldbeck zu herkömmlichen Osterfeuern. Im Tangermünder Bereich wurden Osterfeuer in Hämerten und Buch abgesagt.

Etwas lockerer geht man in Havelberg mit dem Thema um. Die dort angemeldeten Osterfeuer werden überwiegend in Feuerschalen abgebrannt. Sie alle, auch das auf dem Brennplatz in Nitzow, können stattfinden. Entsprechende Sicherungsmaßnahmen werden von den Ortsfeuerwehren übernommen.

Ähnlich die Reaktion aus der Verbandsgemeinde Seehausen. Keines der dort angemeldeten Osterfeuer werde in Waldnähe abgebrannt, womit auch keines verboten werden müsse, hieß es auf Nachfrage. Besondere Vorsicht beim Abbrennen fordert die Gemeindeverwaltung jedoch ein.