Die Wasserqualität im Kreis Stendal habe sich in den letzten Jahren etwas gebessert, erzählt Harald Gülzow, Projektleiter des Labormobils am Montagnachmittag. Wie in jedem Jahr platzierte sich das Labormobil des VSR-Gewässerschutzes auf dem Marktplatz. Anders als in den Jahren zuvor sah das Bild der beiden Schlangen davor aus. Mit 1,5 Metern Abstand und Mund-Nasen-Schutz warteten die Brunnenbesitzer mit ihren 0,5 Liter-Wasserproben vor dem gelben Mobil.

Im gesamten Kreis Stendal ist die Wasserqualität überwigend unbedenklich. Den Richtwert von unter 50 Milligramm Nitrat pro Liter erreichten zwischen 2017 und 2019 über 90 Prozent der privat genutzten Brunnen. Über 85 Prozent weisen sogar weniger als 25 Milligramm Nitrat auf.

Besonders Brunnenbesitzer bei Wasseranalyse

Gegen einen Unkostenbeitrag ermitteln Harald Gülzow und sein Team des VSR-Gewässerschutzes die Wasserqualität privater Gärten. Je nach gewünschter Wasseranalyse kostet die Untersuchung zwischen zwölf und 99 Euro. Meistens seien es Bürgerinnen und Bürger mit eigenem Brunnen oder Kleingartenvereine, die ihr Wasser auf Nitrat überprüfen lassen, fasst Harald Gülzow zusammen.

Die Stendaler nehmen das Labormobil gerne an. Innerhalb weniger Sekunden ist die Wasserprobe abgegeben und bezahlt. Das Ergebnis der kleinen Gießwasseruntersuchung gibt es schon wenige Stunden später. Die anderen Ergebnisse werden innerhalb von zwei Wochen per Post zugeschickt.