Wanzleben l Rund 420 Rotkreuzhelfer werden sich ab Freitag im DRK-Kreisverbandsgebiet auf den Weg machen, um von Haustür zu Haustür zu ziehen und um einen Obolus für die Weihnachtsspendensammlung bitten. „Wir hoffen natürlich auch in diesem Jahr wieder auf die finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung. Denn auch das DRK benötigt Hilfe, um helfen zu können“, sagt DRK-Geschäftsführer Guido Fellgiebel.

Zum Auftakt der Spendensammlung haben sich in Kroppenstedt die DRK-Ortsvereinsmitglieder um Vorsitzende Cornelia Melchert eine ganz besonders pfiffige Idee einfallen lassen. Sie veranstalten am Freitag vor ihrer DRK-Begegnungsstätte einen Adventsmarkt. Ab 16 Uhr darf und soll hier nach Herzenslust geschlemmt werden. Schließlich fließt der Erlös aus dem Gebäck-Grill-und-Getränke-Verkauf ebenfalls mit in den Weihnachtsspendentopf.

Mit seiner ersten vollen Amtsperiode als Vorsitzender hat in diesem Jahr Torsten Winkelmann die Schirmherrschaft für die 24. Weihnachtsspendensammlung übernommen. „Für mich ist das eine große Herausforderung. Denn unsere Weihnachtsspendensammlung bildet eine wesentliche Grundlage für all jene Dinge, die wir sonst nicht bewerkstelligen könnten. Mir kommt es allerdings nicht drauf an, die Vorjahresergebnisse zu toppen, sondern darum zu helfen. Das etwas angepackt wird. Und zwar für die Menschen, die hier in der Börde leben“, erzählt der Seehäuser, der seit 1991 DRK-Mitglied ist und auch das 24. Jahr in Folge auf das Vertrauen der Bürger hofft. „In der Vergangenheit konnten wir Dank der Spenden bereits vielen Menschen helfen. Denn das Geld verwenden wir ausschließlich für regionale Aufgaben, die weder von Kostenträgern, noch von staatlichen Stellen finanziert werden“, erklärt Winkelmann den Hintergrund der Aktion.

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Ehrenamt soll unterstützt werden

Von den gesammelten Spenden soll sowohl das Ehrenamt als auch die Ortsvereine unterstützt werden. So wie auch geplante Aktionen zur Butspendergewinnung. Das Jugendrotkreuz, wie der Aufbau von weiteren Schulsanitäter-Gruppen steht ebenfalls auf der Förderliste. Aktuell gibt es im Kreisverbandsgebiet Wanzleben neun Schulsanitätsdienst-Teams. Ein Starter-Set pro neugegründete Gruppe schlage mit 250 Euro zubuche, erläutert Fellgiebel. „Die Schulsanitäter aus Domersleben haben bereits angekündigt, dass sie sich ebenfalls an der Sammlung beteiligen wollen“, erzählt Carolin Sauer, Koordinatorin für Vereinsarbeit.

Auch in Bewegungsprogramme, wie die Seniorengymnastik und die Erweiterung von Angeboten rund um den Seniorensport unter dem Motto „Gemeinsam und fit ins Alter“ soll investiert werden. „Hierzu ist die Nachfrage besonders hoch. Derzeit haben wir aber nur noch zwei Kursleiter, die insgesamt zwölf Seniorensportgruppen betreuen. Hier sind wir dabei ein neues Programm zu stricken. Das wollen wir auf sichere Füße stellen. Genau hierfür benötigt das DRK dringend finanzielle Unterstützung“ betont Geschäftsführer Guido Fellgiebel und weiter, „Wir sind ein kleiner, aber erfolgreicher Verband mit einer besonderen Struktur, vielen Ortsvereinen und Ehrenamtlichen, die die umfangreiche Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit mittragen.“

Und eben jene freiwilligen Helfer werden ab Freitag bis zum 13. Dezember in den Gemeinden des Kreisverbandes unterwegs sein, um die Spendenbüchsen klingeln zu lassen. „Wir sind für jeden Beitrag dankbar. Jeder gespendete Cent kommt unseren Projekten 1:1 zugute“, versichert er. Um nicht Betrügern aufzusitzen, sollten sich die Bürger die jeweilige Spendenliste zeigen lassen, mahnt Fellgiebel zur Vorsicht. Die Echtheit der Liste sei am Originalstempel des DRK zu erkennen. „Sie gilt gleichzeitig auch als Ausweis. Wir legen bei der Aktion größten Wert auf Kontrolle und Transparenz.“

Um die Bürger zu informieren hat der Kreisverband auch Handzettel drucken lassen, die nun verteilt werden.

Im Vorjahr haben es die Helfer geschafft unter der Schirmherrschaft von Gabriele Brakebusch stolze 28 756,64 Euro sammeln zu können. Mit einem Ergebnis in Höhe von 1981,75 Euro holte das beste pro-Kopf-Ergebnis mit 3,50 Euro je Einwohner der Ortsverein aus Wormsdorf. Das höchste Sammelergebnis im Kreisverband erzielten mit 2752,20 Euro die Eilsleber. Als beste Einzelsammlerin wurde die Seehäuserin Margot Mahlfeld gekürt. Sie hatte am Ende der Weihnachtsspendensammlung 1093,70 Euro im Spendentopf. „Auf ihren Sammellisten standen 176 Spender. Bei durchschnittlich elf Minuten pro Person war sie somit insgesamt 32 Stunden unterwegs“, hatte jüngst Schatzmeister Dr. Manfred Nebauer vorgerechnet.