Wanzleben l Wenn der aus Seehausen-Börde stammende Dirk Weinrich über das Spendenjahr 2019 spricht, überschlagen sich seine Worte und glänzen seine Augen. „Das war ein Rekordjahr. Wir konnten stolze 125.000 Euro an Spenden von Unternehmen und Privatleuten einsammeln, so viel wie noch nie“, ist der 55-Jährige vollauf begeistert von der Hilfsbereitschaft der Menschen für an Krebs erkrankte Kinder.

Geld wird versechsfacht

Diese 125.000 Euro an Spenden würden über die Stiftung Mitteldeutsche Kinderkrebsforschung durch so genannte Zustiftungen aus der Wirtschaft versechsfacht werden. Damit stünden der Kinderkrebsforschung für ihre Vorhaben 750.000 Euro zur Verfügung. Die Spenden aus dem Raum Magdeburg hätten dies ermöglicht.

Direkt in die Forschung

Zusätzlich wird die Stiftung Prof. Dr. Peter Vorwerk von der Onkologischen Kinderstation der Universitätsklinik Magdeburg für seine Forschung 25.000 Euro zur Verfügung stellen, kündigt Weinrich an. Das Geld solle dem Mediziner am 19. Februar übergeben werden. Vorwerk arbeitet unter anderem mit Kollegen der Universitätsklinik Marburg an einer Studie über Lymphdrüsenkrebs bei Kindern. „Diese Krebsart hat bei Kinder die besten Chancen auf Heilung. 95 Prozent aller Fälle dieser Art sind mittlerweile heilbar“, gibt Dirk Weinrich zu verstehen.

Starke Unterstützer

Weinrich hat beste Kontakte zu Prof. Dr. Peter Vorwerk und seinem Ärzte- und Schwesternteam auf der Onkologischen Kinderstation der Universitätsklinik Magdeburg. Oftmals ist der Stiftungsrepräsentant dort zu Gast, um den kleinen Patienten und ihren Eltern Mut bei der mitunter sehr belastenden Behandlung zu zusprechen. Begleitet werde Weinrich dabei oftmals von bekannten Sportlern aus Magdeburg. Wie unlängst vom FCM-Fußballspieler Sören Bertram, der sich emotional sehr vom Schicksal der Mädchen und Jungen berührt zeigte und ihnen durch seine Anwesenheit etwas Freude in den schweren Behandlungsalltag brachte.

Mit Projekten gewinnen

„Die Unterstützung für die Stiftung wird immer breiter“, freut sich Weinrich über den zunehmenden Zuspruch, den die Mitteldeutsche Kinderkrebsforschung im Raum Magdeburg findet. Fester Partner an der Seite von Weinrich ist seit Jahren der frühere Kapitän des 1. FC Magdeburg, Marius Sowislo, der sich ebenso ehrenamtlich für die Stiftung engagiert. Sowislo hat nach dem Ende seiner Karriere als Unternehmer das Magdeburger Sportlernetzwerk „Sam For City“ gegründet. In dem führt er Sportler und Unternehmer mit dem Ziel zusammen, für beide Seiten gewinnbringende Projekte umzusetzen. Weiterhin kann sich Weinrich immer auf die Unterstützung des Seehäuser Diskuswerfers Martin Wierig, des Magdeburger Autorennfahrers Dominique Schaak, des Schauspielers Martin Rühmann und von 1. FCM-Kapitän Christian Beck verlassen. Hinzu kommen etliche Handballer und Fußballer des SC Magdeburg und des 1. FC Magdeburg sowie bekannte Boxer aus der Landeshauptstadt. Auch unterstützen Wanzleber die Stiftung aktiv. Die frühere Bürgermeisterin Petra Hort ist nunmehr ehrenamtlich im Vorstand tätig. Die Seehäuserin Susanne Weisel begleitet nahezu jede Aktion der Kinderkrebsfroschung und hält diese in eindrucksvollen Fotos fest. Ebenso unterstützen die Tanzlehrerin Denitza Brüser aus Druxberge und andere Vereine, Schulen und Kitas der Region mit ihren Aktionen die Stiftung.

Viele Aktionen geplant

Auch 2020 haben Dirk Weinrich und seine Unterstützer in der Börde etliche Aktionen zugunsten der Kinderkrebsforschung geplant. In Eilsleben organisiert Nancy Kämz wiederum im April oder Mai einen Benefizlauf und wird es erneut ein Sommerfest der Stiftung im Kulturhaus Wanzleben geben. Möglicherweise startet eine Neuauflage des Benefizschwimmens im Spaßbad Wanzleben. „Wer Aktionen zugunsten der Mitteldeutschen Kinderkrebsforschung plant, kann sich gerne an mich wenden“, sagt Weinrich.

Kaum Finanzen vom Staat

Seit 2012 ist Dirk Weinrich im Ehrenamt als Repräsentant der Mitteldeutschen Krebsforschung Leipzig im Raum Magdeburg immer auf der Suche nach Sponsoren, die mit kleinen und großen Geldspenden auch kostspielige Forschungsprojekte finanzieren. „Das ist unglaublich wichtig, weil es in Deutschland so gut wie keine Finanzen vom Staat für die Kinderkrebsforschung gibt. Leider kommt das Geld dafür nur von privaten Stiftungen“, verdeutlicht Weinrich.

Kontakt zu Dirk Weinrich, Repräsentant der Mitteldeutschen Kinderkrebsforschung Leipzig für den Raum Magdeburg, über die Telefonnummer 0175/27 340 60.