Konzert

"Sülzetalflöten" spielen in Harbker Kirche

Die „Sülzetalflöten“ haben in der Harbker Kirche ein begeisterndes Konzert gegeben. Dazu gab es auch Gesang.

Von Ronny Schoof

Harbke l Das musikalische Quartett aus Langenweddingen „hat uns wahrlich ins Staunen versetzt“, befand Roland Rohr, der einzig bedauerte, „dass noch ein paar Leute mehr den Weg zur schmucken Kirche St. Joseph hätten finden können, in der solche Veranstaltungen doch mittlerweile eine Besonderheit darstellen“.

Das Konzert war auf Vermittlung von Renate Ewald noch ins Harbker Festjahresprogramm aufgenommen worden. „Etwas am Rande zwar angesichts der Vielzahl an Aktivitäten“, so Rohr, „aber letztlich erfolgreich und zum großen Gefallen aller Besucher.“ Was auch an dem vorgetragenen Herbst- und Liebesliederreigen lag, vor allem jedoch an den Akteuren selbst, die, mit reichlich Puste ausgestattet, den Harbkern in einem begeisternden Auftritt „die Flötentöne beibrachten“.

Das Ensemble unter Leitung von Pfarrer i.R. Georg Kirch wurde noch um einen Gesangspart in Person von Grit Wagner, Gesangslehrerin aus Magdeburg, ergänzt. „Was diese kleine Künstlergruppe dann zu Gehör brachte, hielt alle Zuhörer eine gute Stunde lang in Atem. Hohe und tiefe Töne erfüllten den gesamten Kirchenraum und waren dank der perfekten Ausführung und der hervorragenden Akustik ein wahrer Genuss“, beschreibt Roland Rohr den Ohrenschmaus. Dabei war das Zusammenspiel von Gesang und Flöten erst drei Tage zuvor vereinbart worden und konnte erst kurz vor dem Auftritt eingeübt werden. „Einfach toll, wie gut das trotzdem klappte“, so Rohr.

Extrabeifall erhielt Thomas Schlüter für das von den übrigen Mitgliedern begleitete und von ihm in rasanter Form vorgetragene „Double tempo“ von Telemann. Und auch dem 85-jährigen Leiter der „Sülzetalflöten“ zollte das Publikum größten Respekt: „Unglaublich, woher Georg Kirch die Luft nimmt, um seiner Bassflöte all jene Töne zu entlocken, die den Liedern den erforderlichen Schliff geben. Er beherrscht das mächtige Instrument immer noch hervorragend“, versetzte Roland Rohr entzückt. Kirch selbst bezeichnete „die Liebe zur Musik“ und sein aktives Leiten mehrerer Tanzgruppen als sein persönliches Fitnessrezept.

Aufmerksam verfolgten die Zuhörer jedes der Stücke, die von klassisch bis volkstümlich reichten und genossen den Gleichklang der verschiedenen Flöten. Den Abschluss des Konzerts bildeten das allseits bekannte Lied „Bunt sind schon die Wälder“ und die schottische Weise „Nehmt Abschied, Brüder“, deren vier Strophen jeweils von allen mitgesungen wurden. Die Spenden des Nachmittags kommen dem Leprahilfsprojekt von Pfarrer i. R. Manfred Rumler zugute. Roland Rohr meint dazu: „Schön, dass wir damit auch einen guten Zweck unterstützen können. Alle Teilnehmer waren sich am Schluss darin einig, dass dieses Flötenkonzert ein voller Erfolg war und den Akteuren Dank und Anerkennung gebührt.“