Langenweddingen l Alle zwei Monate im Jahr treffen sich die Langenweddinger Zuchtfreunde in lockerer Form in der Sporthalle der Ortschaft, um die Vorhaben für das Jahr und die Verteilung der Aufgaben bei den Ausstellungen zu besprechen. „Der Jahresabschluss ist die Kreisverbandsschau Börde, die am ersten Novemberwochenende zusammen mit dem Rassegeflügelverein Altenweddingen bereits das dritte Mal hintereinander bei uns in der Sporthalle durchgeführt wird. In diesem Zusammenhang ist auch die Vereinsschau des Osterweddinger Kaninchenzuchtvereins mit eingeschlossen“, sagt Jürgen Schmudlach, Vorsitzender des 1942 gegründeten Rassegeflügelzuchtvereins Langenweddingen, der momentan 18 Mitglieder hat.

„Im Jahr 2000 hatten wir noch 35 Mitglieder. Aber wenn man Tiere hat, muss man für sie da sein, dafür finden sich nicht mehr viele Leute. Einige kommen darauf zurück, aber die meisten wollen nur ein paar Hühner für Eier haben. Ob daraus mal Rassegeflügelzüchter werden ist fraglich, denn das ist sehr arbeitsintensiv“, sagt Schmudlach, der seit 1969 Züchter ist und weiß wovon er redet. „Morgens müssen die Tiere gefüttert werden, dann heißt es die Tränke säubern, abends die Klappen schließen und einmal wöchentlich den Stall reinigen“, so der Vereinsvorsitzende, der selber kein Fertigfutter kauft, sondern die Nahrung für die Hühner aus Weizen, Gerste und Hafer zusammenmischt.

Schmudlach züchtet Zwerg-Australops, also Zwerghühner, die für den Laien aber so aussehen, wie man sich normalerweise ein Huhn vorstellt. Die großen Rassen sind drei Mal so groß. Im Vorjahr stellte der engagierte Zuchtfreund seine Tiere zur Junggeflügelschau in Hannover, bei der Rassegeflügelschau „Lipsia“ in Leipzig und bei der „Mirama“ in Magdeburg aus. Andere Langenweddinger Vereinsmitglieder züchten Hühnerrassen wie etwa Rhodeländer, Zwerg-Rhodeländer, Zwerg-Brahma und Zwerg-Cochin. Die meisten Geflügelfreunde haben aber Rassetauben, so zum Beispiel Deutsche Schautauben, Mährische Strasser, Luchstauben, Brünner Kröpfer, Fränkische Samtschilder und Coburger Lerchen.

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Für alle Rassegeflügelzüchter fängt im Frühjahr die Zucht an. Züchter großer Hühner stellen ihre Zuchtstämme bereits schon vor Weihnachten zusammen, denn die Entwicklungszeit der Tiere bis zu den Ausstellungen beträgt meist fünf bis sieben Monate. „Ein Großteil der Ausstellungen fängt dann Ende Oktober an“, meint Jürgen Schmudlach, der schon jetzt erwartungsvoll der Kreisverbandsschau Börde in Langenweddingen entgegensieht. „Schön wäre es allerdings, wenn wir im Verein auch neue Mitglieder hätten. Ich bin für jeden Interessenten offen, gerade auch für Jugendliche“, ergänzt Schmudlach.