Wernigerode l Die Sprungschanze im Wernigeröder Zwölfmorgental wird in diesem Jahr nicht mehr fertiggestellt. Dies teilt Wernigerodes Baudezernent Bernhard Rudo auf Volksstimme-Nachfrage mit. Der Grund dafür sind die Unebenheiten, die nach der bereits abgeschlossenen Sanierung der Sportstätte im Aufsprunghang entdeckt worden sind.

Damit die Schanze wieder benutzbar wird, müssen die Dellen beseitigt werden. Doch noch besteht keine Einigkeit darüber, wer für die Mängel aufkommen wird. Klar sei aber, sagt Rudo. „Den Schaden müssen die Verursacher tragen, und das sind nicht die Bauherren.“ Es bestehe eine Gewährleistungspflicht. Der Ball liege bei den beteiligten Firmen, die sich noch nicht geeinigt haben.

Gutachten liegt noch nicht vor

Um herauszufinden, was die Ursachen für die unerwarteten Löcher im Hang sind, mussten die grünen Matten abgeräumt werden. Ein Gutachter hat das Bauwerk bereits in Augenschein genommen, sein Bericht liegt aber noch nicht vor, erklärt Rudo. Deshalb könne er derzeit nur spekulieren, was die Schäden hervorgerufen habe. Mit bloßem Auge sei aber zu erkennen, dass die Erde zwischen den Betonschwellen des Unterbaus ins Rutschen gekommen sind. Auch Feuchtigkeit könne eine Rolle spielen. „Es sind viele Komponenten“, so Rudo. Wichtig sei, dass die Unebenheiten ausgeglichen werden und der Hang gesichert und gefestigt wird.

Dass die Schanze noch nicht genutzt werden kann, sei bedauerlich, sagt Rudo. „Darüber ist niemand glücklich.“ Klar ist aber, dass spätestens im Sommer alles wieder in Ordnung sein soll. „Zum Rathausfest haben wir das Rathauspokalspringen. Das ist gesetzt.“