Rübeland l Verleitet die Ortsdurchfahrt Rübeland zum Rasen? Diese Frage hat Ortsbürgermeister Dietmar Wiekert (FW-Hö-Rü) in den zurückliegenden Monaten stets mit einem klaren „Ja“ beantwortet. Vor allem bei Lastkraftwagen habe er das beobachtet. Auch Eltern der Kita im Höhlenort untermauerten den Eindruck, sammelten Unterschriften zur Reduzierung der Maximalgeschwindigkeit auf Tempo 30. Der Ortschaftsrat und das Ordnungsamt der Oberharz-Stadt wollten Fakten schaffen und holten sich die Harzer Blitzergruppe als Partner ins Boot.

Über einen Testphase von vier Wochen zeichnete eine Messtafel die Geschwindigkeiten der ein- und ausfahrenden Verkehrsteilnehmer in der Blankenburger Straße in Höhe der Kindertagesstätte auf. Zusätzlich zeigte das Display in Richtung Ortsausgang die Geschwindigkeit an und belohnte sinnige Fahrer mit einem lächelnden Smiley.

Großteil der Autos fährt vorbildlich

Und das scheint gewirkt zu haben. Von den im Zeitraum 12. Mai bis 9. Juni erfassten 35.109 ankommenden und 28 870 abfahrenden Fahrzeugen hat sich mit rund 87 Prozent der Großteil an die vorgegebenen 50 Kilometer pro Stunde gehalten. Wie Roland Krebs, Chef des Ordnungsamts der Oberharz-Stadt erklärt, habe die Hälfte davon sogar die 41 nicht überschritten. Zudem belegen die Zahlen, dass die Fahrzeuge, die in die Gruppe 51 bis 70 Kilometer pro Stunde fallen, überwiegend nicht mehr als 60 auf dem Tacho hatten.

„Aufgrund der Messung ergibt sich kein Bedarf, die Geschwindigkeit im Ort zu reduzieren“, bilanziert Roland Krebs. „Nichtsdestotrotz empfehlen wir, den Bereich an der Kindertagesstätte gesondert abzusichern, beispielsweise durch eine spezielle Beschilderung oder Piktogramme.“ Ob dies möglich ist, müsse jedoch zunächst mit der Straßenverkehrsbehörde des Kreises abgesprochen werden. Anträge liegen laut Krebs bereits vor.