Wernigerode l „Widerlich und ekelhaft“ findet Ingrid Grüttner, was sich derzeit in Wernigerodes Innenstadt abspielt. Wie die Volksstimme-Leserin beobachtet hat, wird die Fußgängerzone immer mehr mit achtlos weggeworfenen Kippenstummeln verschandelt. Besonders schlimm sei die Verschmutzung vor dem Kleinsten Haus und in der Marktstraße, berichtet die Wasserlebenerin von ihren Besuchen in der bunten Stadt am Harz. „Dabei gibt es doch ausreichend Mülleimer.“

Das bestätigt Tobias Kascha. Wie der Sprecher der Stadtverwaltung auf Volksstimme-Anfrage antwortet, seien nahezu alle Papierkörbe in der Altstadt mit Aschenbechern ausgestattet. In anderen Vierteln werde ebenfalls nach und nach aufgerüstet. „Es ist aber allgemein tatsächlich zu beobachten, dass Zigarettenstummel verstärkt achtlos weggeworfen werden“, gesteht Kascha ein.

Zigaretten setzen sich in Pflasterfugen fest

Gerade bei größeren Veranstaltungen werden die auf der Straße ausgetretenen Glimmstengel zunehmend zum Problem. „Die Zigarettenkippen setzen sich in die Pflasterfugen“, erläutert der Sprecher. Daher seien sie sowohl per Hand als auch maschinell nur sehr schwer zu entfernen.

Die Stadtverwaltung möchte deshalb „in Bezug auf mehr Ordnung und Sauberkeit in der Stadt um Mithilfe und Rücksicht zu bitten. Unsere Kollegen vom Bauhof, die Bevölkerung und die Touristen werden es danken.“

Einen Hoffnungsschimmer sieht Ingrid Grüttner aber immerhin: „Das Hundekot-Problem in der Stadt hat das Ordnungsamt auch in den Griff bekommen – warum also nicht ebenfalls bei den Kippen?“