Wernigerode l Lärm, Abgase, Staub – das nervt einen Bewohner der Burgbreite in Wernigerode. An der Ecke „Auf der Burgbreite“/“Rimbecker Straße“ müssen die Busse der Harzer Verkehrsbetriebe abbremsen, um dann bergauf wieder zu beschleunigen. Da an dieser Stelle die Verkehrsregel „Rechts vor Links“ gilt, bleibt den Fahrern nichts anderes übrig. Das würde der Anwohner gern ändern – und die Route der Busse zur abbiegenden Hauptstraße erklären.

„Die Problematik ist bekannt und wurde auch schon einige Male thematisiert“, antwortet Rathaus-Sprecherin Katrin Anders auf Volksstimme-Anfrage. Die Burgbreite ist flächendeckend Tempo-30-Zone. Einer Änderung der Vorfahrtsregelung erteilt die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung eine Abfuhr: Alle am Abwägungsprozess Beteiligten – Polizei, Harzer Verkehrsbetriebe (HVB), Straßenbaulastträger, Ordnungsamt und Wohnungsbaugesellschaften – seien sich einig, dass eine punktuelle Änderung der „Rechts-vor Links–Regelung“ in eine ausgewiesene Hauptstraßenführung „die Geschwindigkeit in diesem Bereich signifikant erhöhen würde“. Somit stiege die Unfallgefahr, warnt Anders.

Regelung soll Autofahrer bremsen

Ziel der durch die 30-Zone bestimmten Vorfahrt sei, die Geschwindigkeit von Autos an den Kreuzungen und Einmündungen zu reduzieren. So solle insbesondere mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer – die schwächeren Verkehrsteilnehmer im Wohngebiet – garantiert werden. „Aus diesem Grund wurde gegen eine Änderung entschieden“, sagt die Sprecherin der Stadtverwaltung.

Spielraum – etwa für eine veränderte Route der Linien durch die Burgbreite – sieht man auch bei den HVB nicht. „Es gibt keine andere Möglichkeit, die Haltestelle Kopernikusstraße aus dieser Richtung anzufahren“, erläutert Frank Claus. Der Verkehrsplaner des regionalen Transportunternehmens verweist darauf, dass ihm keine Beschwerden seitens der Busfahrer über die Ecke in der Burgbreite bekannt seien.