Barleben l Wer zu den Stoßzeiten frühmorgens und am Nachmittag an der Kinderkrippe auf dem Breiteweg vorbeikommt, kennt die Situation. Zahlreiche Autos parken dort, Eltern mit kleinen Kindern steigen ein und aus, andere wollen einfach nur schnell vorbeifahren. Zumindest mit Letzterem soll bald Schluss sein, wie bei der Verkehrsschau vor der Kinderkrippe am Mittwochmorgen festgelegt wurde. Die beiden Regionalbereichsbeamten Annett Paap und Wolfgang Friedrich waren mit Jens Sonnabend und Hendrik Schmorte aus dem Barleber Ordnungsamt, Monika Darlong aus der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Börde und Dirk Illgas aus der kommunalen Straßenverkehrsbehörde in Wolmirstedt zusammengekommen. Gemeinsam diskutierten sie vor Ort, auf welcher Strecke welche Einschränkung gelten soll.

Monika Darlong gab dabei zu bedenken: „Mehr als 300 Meter lang darf laut Straßenverkehrsordnung eine solche Einschränkung vor Kindereinrichtungen nicht sein.“ Dirk Illgas konnte aber gleich beruhigen: „Wir bleiben auf jeden Fall innerhalb dieser Distanz, auf beiden Straßenseiten.“

Entscheidung nach 30 Minuten

Nach rund einer halben Stunde Diskussion um das Wo und Wie der Geschwindigkeitsbegrenzung waren sich alle Beteiligen einig: Das Tempolimit kommt und soll nur im Bereich der Kinderkrippe zu den Stoßzeiten gelten.

Beschlossen wurde am Mittwoch, dass die Beschränkung auf Tempo 30 für die Autofahrer vor der Kinderkrippe an Wochentagen von 6 bis 8 Uhr und von 14 bis 17 Uhr gelten soll, Schilder sollen auf beiden Straßenseiten darauf hinweisen. Die Einschränkung wird automatisch mit dem Ende des Krippengeländes aufgehoben, das sieht die Straßenverkehrsordnung mit der geplanten, bestimmten Anordnung der Schilder so vor.

In Kraft treten soll das Tempolimit voraussichtlich noch im Mai, wenn nach dem Eingang der schriftlichen Anordnung durch die kommunale Straßenverkehrsbehörde die Schilder aufgestellt werden. Auch die Regionalbereichsbeamten Annett Paap und Wolfgang Friedrich können mit dieser Lösung gut leben: „Wir hoffen, dass die Autofahrer diese Einschränkung akzeptieren können.“

Bereits vor rund 15 Jahren hatte es Bestrebungen gegeben, Rasern vor der Kinderkrippe Einhalt zu gebieten, teilweise wurden Autofahrer damals dort mit deutlich mehr als 100 Stundenkilometern geblitzt.