Wolmirstedt l In das Bürgerhaus kommt Bewegung. „Wir waren im vergangenen Jahr wie gelähmt“, gesteht Christine Maluck, Geschäftsführerin des Schranke-Vereins, der das Bürgerhaus betreibt. Grund für Zustand waren die drohenden Streichungen der Vereinszuschüsse. Wegen der klammen Stadtkasse muss Wolmirstedt insgesamt bei allen Vereinen die Hälfte kürzen. So hart soll es speziell den Schranke-Verein jedoch nicht treffen. Von 20 000 Euro sollen laut Haushaltskonsolidierungskonzept im kommenden Jahr immerhin noch 15 000 Euro für die kulturelle Arbeit zur Verfügung stehen. Das macht offenbar Mut.

Wie es nach den Finanzkürzungen mit dem Haus weitergeht, darüber denkt auch der Vorstand des Bodelschwingh-Hauses nach. Es gibt Überlegungen, in die Trägerschaft des Bürgerhauses einzusteigen. „Wir wollen diese Idee weiterverfolgen“, sagt Bodelschwingh-Haus-Vorstand Swen Pazina, „und sehen, ob wir ein tragfähiges Konzept entwickeln können.“

Neue Mieter im Haus

Zu den Nutzern des Bürgerhauses wird demnächst auch die Schachgruppe des SV Kali gehören, die aus ihrem Domizil in der Rogätzer Straße auszieht. „Außerdem bieten wir dem Integrationsstammtisch an, das Quasselcafé bei uns einzurichten“, sagt Christine Maluck. Dessen Mitglieder denken darüber nach. Zum Anfang des Jahres werden drei Räume frei. Die von Renate Seidel geleitete Malgruppe „Selma“ wird zum Jahresbeginn dieses Domizil aufgeben.

Wie sich das Soziokulturelle Zentrum 2016 kulturell etabliert, hängt auch davon ab, wie die Wolmirstedter die Veranstaltungen annehmen. „Wir bieten erst einmal nur Veranstaltungen an, von denen wir glauben, dass sie sich tragen“, sagt Wolfgang Buschner. Kabarett gehört auf alle Fälle dazu. Vor allem, so Christine Maluck, hofft der 41 Mitglieder starke Verein auf weitere Mitstreiter.