Brandschutz

Zwei neue Autos stärken die Feuerwehr

Im Fahrzeugkonzept der Gemeindefeuerwehr Hohe Börde sind zum Jahresende zwei grüne Haken gesetzt worden.

Von Constanze Arendt-Nowak

Irxleben/Ackendorf l In Irxleben rollt ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und in Ackendorf ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug. Zwei neue Fahrzeuge unterstützen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Hohe Börde seit einigen Wochen bei ihrer Arbeit. Seit der Indienststellung war das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) der Irxleber Ortsfeuerwehr bereits fünf Mal im Einsatz und das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) der Ackendorfer Ortsfeuerwehr vier Mal. Den Einsätzen voraus ging jeweils eine kurze Einarbeitungszeit am Standort.

Nach Auskunft des für Technik verantwortlichen stellvertretenden Gemeindewehrleiters, Thomas Hillmer, wurde das Fahrzeug der Ackendorfer Wehr Ende November vom Aufbauhersteller Brandschutztechnik im 320 Kilometer entfernten Görlitz (Sachsen) abgeholt. Etwa zwei Jahre waren zuvor für Planung und Bauzeit ins Land gegangen. Als besonderes Merkmal des TSF-W gilt sein Wassertank mit 1000 Liter Füllvolumen.

Das hochmoderne Fahrzeug wird künftig zwei langgediente Fahrzeuge ersetzen. So soll das alte Tragkraftspritzenfahrzeug verkauft werden, während der Veteran in der Fahrzeuggarage – nämlich ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16) auf W 50-Basis aus dem Jahr 1974 – als Traditionsfahrzeug weiter gepflegt werden soll. Letzteres wollen die Ackendorfer nach Aussage des Ortswehrleiters Falko Reinecke gemeinsam mit der Partnerfeuerwehr in Nedlitz (Jerichower Land) übernehmen. Von dort war das Fahrzeug im Jahre 1999 auch für den Einsatzdienst übernommen worden.

Schon knapp zwei Wochen vorher hat das HLF 20 seine Reise vom Fahrzeughersteller in Luckenwalde zur Irxleber Ortsfeuerwehr angetreten. „Die Firma Rosenbauer hat das 16 Tonnen schwere Fahrzeug auf einen MAN-Fahrgestell aufgebaut“, erklärte Thomas Hillmer. Zur umfangreichen Beladung des Allrounders gehört schweres Material für die Technische Hilfeleistung wie eine Schiebleiter, ein Sprungretter sowie Hebekissen. Ebenso zur Brandbekämpfung steht den Einsatzkräften auf dem Fahrzeug eine vielfältige Ausrüstung zur Verfügung. So sind unter anderem vier Pressluftatmer im Mannschaftsraum verbaut. Hervor hebt der stellvertretende Gemeindewehrleiter auch die Schlauchhaspel, eine Verkehrssicherungshaspel, eine neue Wärmebildkamera sowie einen über einen 2000 Liter fassenden Löschwassertank. Der Löschwasservorrat schafft besonders Vorteil, da das Fahrzeug unter anderem schwerpunktmäßig auf den Bundesautobahnen 2 und 14 im Einsatz sein wird, wo die Löschwasserversorgung oft schwierig ist.

Für das HLF räumt das alte Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 seinen Platz im Irxleber Gerätehaus. Ausgemustert wird es noch nicht, sondern fährt vorerst in Rottmersleben weiter.

Zusammen kosteten die beiden neuen Fahrzeuge die Gemeinde Hohe Börde etwa 600 000 Euro. 190 000 Euro davon kamen für das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug aus den Fördertöpfen des Landes Sachsen-Anhalt.

„Mit diesen beiden Fahrzeugen hat die Feuerwehr Hohe Börde einen großen Schritt in der Abarbeitung ihres Fahrzeugkonzeptes getan“, unterstrich Thomas Hillmer. Die Schlagkraft der Ortsfeuerwehren konnte deutlich erhöht werden, um im Einsatzfall die Sicherheit der Bürger der Gemeinde Hohe Börde zu gewährleisten.

Bereits im September wurde bei der Ortsfeuerwehr in Ochtmersleben ein neue Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) in Dienst gestellt. Die Vorbereitungen für die nächsten Fahrzeuganschaffungen in der Gemeinde sind bereits angelaufen.