Zerbst l „Wollen wir etwas für Umwelt tun oder dass alles wie geleckt aussieht?“ Mit dieser Äußerung bezieht sich Petra-Ute Wirth aus Walternienburg auf den Volksstimme-Beitrag „Steingärten: Ein umstrittener Trend“ vom 7. Juni. Mehrere Leser äußerten sich bereits zu dem Artikel und sprachen sich für den Erhalt der Artenvielfalt aus. Statt Randstreifen einer Straße zuzuschottern, könnten diese mit unterschiedlichen Blumen bepflanzt werden, die Nahrungsquelle für verschiedenste Insekten sind. Zum Beleg schickte die Steutzerin Karin Hybotter gleich einige Fotos an die Redaktion.

Nektaroasen nur selten mähen

Solche vielfältig bewachsenen Seitenstreifen entlang von Wegen und Straßen sollte man zumindest während der Blütezeit stehen lassen und nicht so häufig mähen, findet Petra-Ute Wirth. „In anderen Bundesländern geht das“, weiß sie. Für die Walternienburgerin stellt sich die Frage, ob das regelmäßige Mähen solcher Nektaroasen noch zeitgemäß ist. Statt die Ränder permanent kurz zu halten, sollte den Menschen der Grund erläutert werden, warum man die Wildblumen länger wachsen lässt. „Das sollte man viel mehr zum Thema machen“, meint Petra-Ute Wirth am Volksstimme-Telefon. Dass die Seitenränder irgendwann gemäht werden müssen, ist ihr auch klar. Fakt sei allerdings ebenfalls das zunehmende Insektensterben, wie die Walternienburgerin ausführt.

Das Land Sachsen-Anhalt reagiert darauf mit der finanziellen Unterstützung von Landwirten, wenn diese Blühstreifen anlegen. Vor allem die Honigbiene soll damit gezielt gefördert werden.