Steutz/Zerbst l Am ersten Weihnachtsfeiertag gegen 14.30 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Schornsteinbrand in die Akener Straße in Steutz gerufen. Schwarzer Rauch und Flammen schlugen aus einem etwa 25 Meter hohen Schornstein auf dem Hof eines Einfamilienhauses.

Die Einsatzkräfte haben nach ihrem Eintreffen mit Kaminkehrerwerkzeug den brennenden Ruß von den Wänden des Schornsteinzuges gelöst, den glühenden Ruß am Fuß aus dem Schornstein entfernt und ihn schließlich abgelöscht. „Bei einem so genannten Schornsteinbrand brennt der im Kamin anhaftende Ruß. Diese Ruß- oder Teerablagerungen entstehen bei der unvollständigen Verbrennung fossiler Brennstoffe wie beispielsweise Holz oder Kohle“, erklärt Feuerwehrsprecher Steffen Schneider. Es sei besonders wichtig, nur zugelassene Brennstoffe für die Feuerstellen zu verwenden – Kunststoffe oder Haushaltsabfälle dürften keinesfalls verbrannt werden.

Vier Ortswehren im Einsatz

„Zum Befeuern des Ofens sollte immer nur trocken gelagertes Holz verwendet werden. Sehr wichtig ist auch das Einhalten regelmäßiger gesetzlich vorgesehener Kehrtermine. Um einen Kaminbrand zu vermeiden, werden eventuelle Ablagerungen vom Schornsteinfeger mit Spezialwerkzeugen abgeschlagen“, sagt Schneider. Auch Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) machte sich ein Bild vor Ort. Im Einsatz waren insgesamt 35 Kameraden der Ortswehren Steutz, Steckby, Leps und Zerbst.

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Kurz vor 18 Uhr mussten dann die Zerbster Kameraden erneut ausrücken. Die Mitarbeiterin eines ambulanten Pflegedienstes hatte bei einer Patientin im Zerbster Hochhaus Brandgeruch wahrgenommen und die Feuerwehr verständigt.

Pieper gehen erneut los

Trotz intensiver Suche und Kontrolle in der betreffenden Wohnung konnten die Einsatzkräfte glücklicherweise keine Gefahr ausmachen, weder an der Elektrik noch an anderer Stelle. Nach etwa 45 Minuten konnten die 19 Kameraden wieder zu ihren Familien.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen 9.15 Uhr schlug ein Gasmelder im E-Center Alarm. „Hier handelte es sich offensichtlich um eine Fehlfunktion der Anlage. Im Einsatz waren 15 Kameraden“, so Schneider.