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Nach Hackerangriff: Anhalt-Bitterfelds Landrat Grabner will Sozialleistungen aufrecht erhalten

Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld will die Sozialleistungen aufrecht erhalten. Hierfür gibt es aber spezielle Bedinungen.

Von dpa 15.07.2021, 10:32 • Aktualisiert: 15.07.2021, 10:52
Andy Grabner (CDU), Landrat des Landkreises Anhalt-Bitterfeld.
Andy Grabner (CDU), Landrat des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archivbild

Köthen - Die Geldleistungen etwa für Sozialhilfeempfänger in Anhalt-Bitterfeld können nach Angaben des Landkreises ausgezahlt werden. „Wir wollen und werden niemanden im Regen stehen lassen“, sagte Landrat Andy Grabner (CDU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Da der Landkreis nach dem Hackerangriff in der vergangenen Woche nach wie vor nicht auf die Daten zugreifen kann, wird allerdings das ausgezahlt, was im Juni überwiesen wurde. „Wir haben ja die Leistungen im Vormonat gezahlt und wir würden dann auf diese Überweisungsträger zurückgreifen.“

Wenn es in der Zwischenzeit eine Abweichung von dem Betrag gab, werde zu gegebener Zeit eine Nachberechnung erfolgen, so der Landrat weiter. Auch die Barauszahlungen sollen erfolgen. Wer den Leistungsbescheid vorweisen kann, bekomme eine Auszahlung anhand dessen. „Wir sind natürlich in gewisser Weise auch auf die Mithilfe von den Betroffenen angewiesen“, sagte Grabner weiter. Auch wenn Neuanträge noch nicht abschließend bearbeitet wurden, sollen sich die Bürgerinnen und Bürger entsprechend beim Amt melden.

Der Landkreis erwartet ab Montag wieder eingeschränkt leistungsfähig zu sein. Vor allem die „bürgerrelevanten Angelegenheiten“, also etwa die Auszahlungen oder Kfz-Anmeldungen sollen wieder zum Leben erweckt werden. „Es kann sein, dass ein Fischereischein beispielsweise nicht beantragt oder ausgehändigt werden kann“, sagte der CDU-Mann. Von 900 Mitarbeitern seien dann 100 arbeitsfähig und da könne es natürlich sein, dass gewisse Leistungen erst mal hinten runter fallen. „Wir müssen jetzt erst mal Prioritäten setzen.“