Wintereinbruch Sturmtief „Elli“ bringt Schnee und Wind: Zerbster Schulen schließen vorzeitig, Busverkehr eingestellt
Eine Schneefront beeinflusst derzeit den Alltag der Zerbster. Besonders betroffen sind die Schüler.

Zerbst - Sturmtief „Elli“ brachte der Zerbster Region heute Schnee und Wind. Vor allem jedoch sorgte die winterliche Wetterlage für eine vorzeitige Schließung der meisten Schulen, und das zum Verdruss nicht weniger Eltern, die sich plötzlich vor der Herausforderung sahen, ihre Kinder irgendwie abzuholen.
Während andernorts wegen der angekündigten Witterungsverhältnisse der Schülerverkehr vorsorglich ausgesetzt wurde, fuhren im Landkreis Anhalt-Bitterfeld die Busse am Morgen zunächst planmäßig. Nach dem einsetzenden Schneefall und vor allem den durch den kräftigen Wind verursachten Schneeverwehungen auf den Straßen wurden um 9 Uhr fast alle Linien eingestellt.
Zerbster Schulen beenden vorzeitig den Unterricht
Darauf wiederum reagierten die Schulen, an denen zunächst wie gewohnt Präsenzunterricht stattfand. Vorzeitig durften nicht nur die Schüler des Gymnasiums Francisceum die Schule verlassen, um noch sicher nach Hause zu kommen, wobei die meisten von ihren Eltern abgeholt wurden. Auch an der Ganztagsschule Ciervisti wurde der Unterricht gegen 9.30 Uhr beendet, eine Betreuung der Schüler jedoch bis 12.15 Uhr gewährleistet.

Ähnlich gestaltete sich die Situation an den einzelnen Grundschulen. In Lindau beispielsweise fand der Unterricht bis 10 Uhr statt. „Danach sind wir mit den Kindern Rodeln gegangen und haben das Winterwetter ausgenutzt“, berichtete Schulleiterin Katharina Schub. Anschließend gab es Tee und Pfannkuchen für die Kinder, machten sie das Beste aus der Situation.
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Unterdessen fand an der Zerbster Astrid-Lindgren-Grundschule der Unterricht ganz regulär statt. „Wir haben nicht ein Buskind“, begründete Schulleiterin Heike Bengner. Völlig ruhig blieb es in der Grundschule An der Stadtmauer, wo der Präsenzunterricht im Vorfeld für Freitag abgesagt worden war.
Busunternehmen Vetter stellt Schülerverkehr vorübergehend ein
Ab 12 Uhr plante das Busunternehmen Vetter, den Linienverkehr wieder aufzunehmen, die meisten Fahrten jedoch fielen weiterhin aus. Währenddessen war der Winterdienst im Dauereinsatz. „Pünktlich zu Dienstbeginn gegen 6.45 Uhr hatte es angefangen zu schneien“, sagte die Zerbster Ordnungsamtsleiterin Kerstin Gudella.

Mit 14 Räumfahrzeugen rückten die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs aus, um Gemeindestraßen und kommunale Flächen - beispielsweise vor den Feuerwehrgerätehäusern - freizuräumen. „Das größte Problem sind die Verwehungen“, schilderte Kerstin Gudella. Die Schneemengen hingegen hielten sich in Grenzen.

Gut fünf Zentimeter Schnee fielen im Verlauf des Vormittags. Im Laufe des Tages soll es jedoch immer wieder schneien. Auch für Sonnabend wird weiterer leichter Schneefall vorhergesagt, bevor es am Sonntag trocken und sonnig bleiben soll.
Die meisten Verkehrsteilnehmer passten sich der Wetterlage an und fuhren entsprechend vorsichtig. Wer nicht zwingend musste, ließ zudem das Auto zu Hause stehen. Bis 13 Uhr war es in der Zerbster Region so aufgrund von Schneefall und Glätte zu keinem witterungsbedingten Unfall gekommen, wie Michael Drews vom Polizeirevier Anhalt-Bitterfeld informierte.