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Handball, 3. Liga Youngsters des SC Magdeburg in Aue mit starker Moral

Die SCM-Talente müssen sich am 18. Spieltag der 3. Liga im Erzgebirge mit 32:36 geschlagen geben – kämpfen sich aber zwischenzeitlich von einem Zehn-Tore-Rückstand bis auf zwei Treffer ran.

Von René Miller 01.02.2026, 16:09
A-Jugendspieler Oskar Pakebusch (hier in einem Spiel der A-Jugend gegen den THW-Kiel) zeigte für die Youngsters in Aue eine starke Leistung. Der 18-Jährige warf vier Tore für den SCM.
A-Jugendspieler Oskar Pakebusch (hier in einem Spiel der A-Jugend gegen den THW-Kiel) zeigte für die Youngsters in Aue eine starke Leistung. Der 18-Jährige warf vier Tore für den SCM. Foto: Eroll Popova

Magdeburg/Aue. - Am Ende fehlten den SCM-Youngsters beim EHV Aue nur vier Tore, um etwas Zählbares mitzunehmen. „Wir haben zwar auch in der Anfangsphase ordentlich Handball gespielt, aber leider unsere Chancen nicht genutzt“, erklärt Youngsters-Coach Christoph Theuerkauf nach dem 32:36 (14:21) in der 3. Liga Nord-Ost im Erzgebirge.

Seine Jungs hatten den Gegner weitestgehend im Griff, so dass Aue früh personell rotieren musste. Aber das Auslassen der eigenen Chancen brachte die Gastgeber auch ins Tempospiel. So setzte sich Aue bis zur 24. Minute auf 18:8 ab. Theuerkauf versuchte aber schon nach einer Viertelstunde und beim Rückstand von 5:10, mit einer Auszeit und personellen Wechseln gegenzusteuern. „Ich habe da wirklich ungern gewechselt, weil es die Jungs ja bis auf das Nutzen der Torchancen nicht schlecht gemacht haben. Aber ich musste was probieren“, so der Coach, der dann Max Meyer als Stabilisator und einige A-Jugendliche brachte.

In der 19. Minute griff Theuerkauf dann auch emotional in die Partie ein und sorgte nach einem Foul an Raphael Welsch für wilde Diskussionen. Theuerkauf: „Das Momentum war da kurz auf unserer Seite, und Aue wollte mit einem ziemlich rüden Foul ein Zeichen setzen. Das konnte ich so nicht stehen lassen. Zumal Raphael dann auch gar nicht mehr weiterspielen konnte.“

Starker 6:1-Lauf nach der Pause

Die zwischenzeitliche Hektik nutzte aber zunächst Aue, um sich weiter abzusetzen. Bis zur Pause hatten sich die Magdeburger aber wieder herangekämpft. Stark spielte in dieser Phase Linksaußen Oskar Pakebusch, der in nur sieben Minuten vier Tore erzielte.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste ihren Angriff und ihre Abwehr noch besser angepasst – und konnten mit einem 6:1-Lauf auf 20:22 (37.) verkürzen. In nur dreizehn Minuten war aus einem Zehn-Tore-Minus ein Zwei-Tore-Rückstand geworden. Eine tolle Moral der grün-roten Talente, was Aues Coach Uwe Jungandreas schon früh in Halbzeit zwei zu einer Auszeit zwang. Doch das Spiel blieb eng. Aue konnte sich zwischenzeitlich zwar wieder auf vier Tore absetzen, doch die Youngsters waren beim 24:26 in der 43. Minute immer noch gut im Spiel.

Mit einem 5:1-Lauf stellte Aue dann in der 51. Minute beim 31:25 die Weichen dann aber auf Sieg. Doch selbst nach einem 28:34 (55.) gaben sich die Youngsters noch nicht geschlagen und waren eine halbe Minute vor Schluss sogar noch mal auf drei Tore (32:35) dran.

Theuerkauf: „Diesen großen Rückstand zu verkürzen kostet natürlich auch sehr viel Kraft. Wenn wir aber diese Energie schon von Beginn an auf die Platte gebracht hätten, wäre viel mehr möglich gewesen. Auf jeden Fall haben die Jungs gesehen, dass sie in dieser Liga gegen jeden Gegner etwas mitnehmen können.“ Positiv war auch, dass sich fast alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Am treffsichersten waren die Linksaußen, von wo Monty Torres Kleinsteuber (mit sieben Treffern auch bester Werfer) und Pakebusch auf insgesamt elf Tore kamen.

SCM-Tore: Pakebusch (4), Kleinsteuber (7), Brigzinsky (1), Thielicke (5/3), Welsch (1), Elze, Meyer (1), Heiß (3), Daniel (3), Lücke, Schöbe (2), Bialas (3), Döbbel (1), Eimuth, Hammer (1)